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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
Seite
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recht gethan, und es müssen demnach die Worte Paulieinen andern Sinn haben als derjenige, in dem siegleichsam gegen die Tanfe Johannis sprechen würden,sie für nichtig erklärten oder sie verminderten. Dieseskann Niemand absprechen, daß die Meldung Pauli vonder Taufe Johannis nicht der rechte und wahre Inhaltund die Bedeutung der Tanfe Christi sci- So kannauch Niemand durch diese Stelle die Taufe Christi vonder des Johannes trennen. Darum ist hier zu merken,daß uns noch oft die Meinungen der Theologen, dieuns irre geleitet haben, so stark anhangen, daß wiran vielen Orten, ohne es zu merken, uns für sie er-klären. Es muß z. B. Einer, der die Laute schlagengelernt hat, aber nicht nach der rechten Art, und derdarnach die rechte Art lernt, viel Zeit darauf verwen-den, um die vorige verkehrte Art sich abzugewöhnen;denn es will ihm allerwegen etwas der vorigen Artanhangen. Darum verlangte auch der LautenspielcrTimotheus zwiefachen Lohn von Einem, der früher schondie Laute spielen konnte, den einen für das Abgewöh-nen und den andern für das Lehren. Also hanget auchuns noch heutzutage die Meinung der Theologen an,nach der sie einen Unterschied in der Taufe gemachthaben. Denn sie haben nicht nur diese Stelle nichtverstanden, sondern sie auch verfälscht und getheilt.Sie haben behauptet, die Tanfe Johannis sci nur dieTaufe der Buße gewesen, nämlich so, daß er das Heilin Christo nicht verkündiget habe: zu diesem Ende habensie die Worte Pauli angeführt, indem hier zuerst ge-schrieben siebt:Johannes hat nur mit der Taufe der