und Natur der Taufe: „ Ich raufe mir Wasser zur„Reue," Wie konnte er aber mit dem Wasser zurReue bringe» ? Er predigte, wie mau sich bessernsolle und bezeichnete diejenigen, welche sich einem reui-gen Leben ergaben, mit der Wassertaufe. Darum wardas Eintauchen in das Wasser nur eine (Zeremonie,durch die sie sich bewährten, daß sie Reue hätten. Wenner nun spricht: „Ich taufe mit Wasser zur Reue, " sozeigt er deutlich an, daß die Taufe ein Pflichtzeichensei, welches uns zu einer ewigen Reue über die Werkeunseres Fleisches verpflichtet: wie auch ein Kricgsmannsich zuerst einschreiben läßt.
Marcus spricht l 4 also : „ Johannes raufte in„der Wüste, und predigte die Taufe der Buße zur Ver-gebung der Sunden." Was wollen die Taufeläugnerbier beginnen? Es steht zu allervordcrst: in der Wüste.Soll man auf die Stellung der Worte dringen, so ha-ben wir wiederum überwunden: denn Taufen steht vorund das Lehren kommt erst hernach. Aber wir wolle»Nicht so; sondern da er spricht: „Johannes taufte" willer andeuten, daß er die Wassertaufe ertheilte; undwenn er gleich darauf spricht: „ und predigte die Taufe„der Buße" bezeichnet er die Belehrung, welche erauch mit der Taufe verband. Darum muß man nichtauf die buchstäbliche Ordnungsfolge der Worte dringen,oder wir gehen sonst irre.
Es beweisen auch die Worte Lucä Iii. 7, 8, daßes ein Pflichtzeichen sei, welches Viele nahmen sja, dergrößere Thcil), die dennoch nicht lebten, wie die Pflichtes forderte. Dabei fällt aber hin, daß Niemand die