39
wie später noch deutlicher dieses dargethan werden soll.Nun ist also der Sinn dieser Worte folgender: sietaufend," ihr werdet und sollet sie durch die äußerlichenZeichen auf den Namen des VaterS, und Sohnes undheiligen GcisteS verzeichnen und verpflichten, und sielehren alle die Dinge halten, welche ich euch empfohlenhabe.
Es ist offenbar, daß die Christen im Glanben undin der Lehre zunehme», so lange sie leben, sofern siegläubig bleiben. Nun will ich die Taufclängncr fragen,ob man getauft werden könne, ehe der Glaub und dieLehre zur Vollkommenheit gelangt sei, oder nicht. Spre-chen sie, man dürfe nicht getauft werden, bis daß derGlaube zur Vollkommenheit gelangt sei, so rede ich,daß wir Alle ungetanst bleiben müßten, denn der Glaubenimmt fort und fort zu; so sprachen auch die Jünger,„Herr, mehre uns den Glauben," Lucas XVlll. 5.Darum müsse» sie eingestehen, daß, wenn der Menschin den Anfangsgründen unterrichtet sei, so solle er ge-rauft werden. So höre ich wohl, die Taufe sei einZeichen, durch welches man den Menschen verpflichte,daß er darnach für und für darin zunehmen solle. Ja,dieses haben sie auch in den Gesprächen eingestanden.Somit will ich nichts Anderes anführen, als daß ichbewiesen habe, die Taufe sei ein verpflichtendes Zeichen,also, daß man die, welche getauft werden, Gott demHerrn weihet und verpflichtet. Ich will hierin auchnicht die Kindertaufe begründet haben, sonder» ich ver-bleibe immerdar bei der Beweisführung, daß ans denWorten Christi und aller seiner Jünger sich ergebe,