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kctt und Srandhaftigkeit; aber das unsinnige Wüthenohne Liebe und Ordnung und christlichen Anstand kannNiemandem, als den Rohen und Empörnngssüchtigcngefallen.
Jetzt folgt zunächst, was die Taufe für ein Pflicht-zcichen sei, d. i. worin sie verpflichte. Hier sprechendie Taufeläugncr, die Taufe sei ein solches Zeichen,daß es Niemand annehmen solle, er wisse denn, daßer ohne Sünde leben könne. Diese machen Gott zu ei-nem Lügner, führen wiederum die Heuchelei der Ge-sctzesgerechtigkcit ein. Das Erste beweise ich also. 1.Joh. I. 8 steht geschrieben: „Wenn wir reden: wir„haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und„die Wahrheit ist nicht in uns. " Wenn nun Gottalso durch den Mund des heiligen Johannes redet, undwir wollten uns dafür halten, als könnten wir ohneSünde leben, so würden wir Gott lügenhaft machen:denn wir vermögen ja nicht, wie Gott redet, ohneSünde zu leben: es wäre dieß die allergrößte Vcrmcssen-hcit. Wenn nun der Mensch, dieweil er in dem Fleischwohnet, nicht ohne Sünde ist, denn das Fleisch undder Geist streiten also mit einander, daß wir nicht thun,was wir wollen, nach den Anforderungen des Geistes,Gal. V. 17, Röm. VII. 15, 19. Wenn der Menschnicht ohne Sünde ist, er aber sich verpflichtet, ohneSünde zu leben, so folgt, daß er nichts Anderes alsdie Heuchelei des Gesetzes einführt. Denn, wer sichfür einen solchen Mann ausgibt, der muß auch vor denAugen der Menschen sich dergestalt halten. So heuchelter wohl eine äußerliche Gerechtigkeit, denn inwendig