sins ihnen gesagt Halle, das wäre das Werk Gottes,daß sie glauben au den, der von Gott gesandt sei:„Ja, sprachen sie, was gibst du uns für ein Zeichen, daß^wir an dich glauben?" Joh. VI. 3l). Wiewohl, wo derGlaube nicht ist, dem Fleische sd, i. dem fleischlichenMenschen) etwas durch noch so viele Wunde!zeichen be-wiesen werden kann, dieses dennoch nicht glaubet. Darumbeschilt Christus hart die Sunde der Juden und allerderer, die nach Wunderzeichen schrieen, aber dennoch,wo solche geschahen, nicht daran glaubten, Matth. XI.20 ff. Darum glaubte Hicrobcam nicht, wiewobl ihmder Arm erstarrte, noch Ahab, wiewohl ihm Gott dieunerhörte Geburt der Jungfrau anzeigte. Aber Gideonund Ezechias wurden sehr erfreut und ihr widersprechen-des Fleisch gezähmt, als ihnen Gott Wundcrzcichcn gab.Also befestigen, eigentlich zu reden, weder Wnnderzei-cheu noch Pflichtzeichen den Glauben. Da man aber sogrobhin angenommen hat, die Zeichen befestigen denGlauben, so hat man auch der Kindertanfe Widerredenmuffen; denn diese konnte nicht bei den Kindern denGlanben befestigen , weil Kinder ja nicht zu glauben ver-mögen. Dieser Jrrtbum hat auch mich vor Jahren ver-führt, daß ich meinte, es wäre viel besser, man taufedie Kinder erst, wenn sie zu einem ordentlichen Älterherangewachsen wären <>). Wiewohl ich dieses nicht sounbescheidentlich vorbrachte, wie jetzt es Etliche thun,die noch viel zu ungezogen und roh diese Sache ver-theidigcn, indem sie behaupten: die Kindertaufe kommevom Papste oder gar vom Teufel her, und dergleichenUnsinniges mehr. Ich sehe gerne christliche Mannhaftig-
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