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Wasser eine Bedeutung zugeschrieben, die es nicht hat,und welche die beiligcn Apostel auch nicht gelehrt haben;und so ward daö Wort Christi, Joh. III. 5, vom Was-ser und vom Geiste mißverstanden. Darum wollen wirzuerst untersuchen, was doch die Taufe sei, und zwarwahrlich an vielen Orten auf einen anderen Weg,als die Alten, Neuen und Jetzigen es gethan haben;aber wir wollen dieses nicht nach unserem Tande thun,sondern mit dem Worte Gottes. Christus Jesus, derwahre Sohn Gottes, der den Fluch des Gesetzes hin-weggenommen, hat damit auch alle Rechtfertigung durchäußerliche Dinge abgethan, also daß uns von Außenher Nichts rein oder gerecht machen kann, und deßhalbhat er alle ceremoniellcn Dinge, das ist, die äußerlichenScheinwcrke und Gepränge abgethan; wie Paulus spricht!Heb. IX. 9, 19, „welcher mußte zu derselben Zeit ein„Vorbild sein, in welcher Gaben und Opfer geopfert„wurden, und konnten nicht vollkommen macheu nach„dem Gewissen den, der da Gottesdienst thut, allein„mit Speise und Trank und mancherlei Taufen, und„ äußerlicher Heiligkeit, die bis zur Zeit der Besserung„ gereicht haben. " Diese Besserung oder Rechtfertigunghat Christus vollzogen, wie daselbst hernach folgt, wasaber hier zu weit führen würde, es zu erzählen. Hierhören wir wohl, daß Christus die äußerlichen Dingeabgethan hat, also daß wir in ihnen keine Rechtfertigunghoffen noch suchen sollen^ und den äußerlichen Dingen,welche er uns gelassen hat, wollen wir ohne Zweifelkeine reinigende Kraft zuschreiben. Denn sie sind imalten Testamente nur fleischlich und äußerlich gewesen,