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Selbstgerechtigkeit und Streit; sie entspringen Anfangsob einem unbedeutenden Dinge; das bewegt sodann dasFleisch zu Haß und Vergnnst. Sobald diese beiden Fels-blöcke durch das Wasser getrieben werden, so erhebt sichdas Getöse, das ist, das Geschrei und die Fertigkeit desGeschwätzes. Und wie man in der Bcrgrüfe nichts An-deres sieht als trübes Wasser, wiewohl so große Feld-stücke darin bewegt werden, also laufen in den zänkischen,trüben Reden Neid, Haß, üppiger Ehrgeitz und derglei-chen böse Steine mit; aber man sieht sie nicht, nur ansdem großen Getöse merkt man, daß sie darinnen sindDemnach nimmt der Zank Alles, was er erreichen kann,mit und stärkt sich dadurch; hat aber zuletzt keine andereFrucht davon gebracht, a!6 daß er, wie ein Waldwasser,Vieles zerstört hat. Er hat unnütze Streitigkeiten unterdem Ehristcnvolke erregt, die Liebe zerrüttet um äußer-licher Dinge willen, an welchen Gottes Schmach nichthangt, und mit denen die Unschuld und die Ruhe desGewissens nicht gepflanzet wird; und hinter sich ließ derZank nur die Zerstörung der aufblühende» Kirche. Da-rum vermahne ich alle Leser, sie wollen nicht auf dasachten, was der Zank eingibt, sondern auf das, wasdie Wahrheit sagt.
Bei der Taufe )es mögen mir alle Menschen ver-zeihen) kann ich nicht anders finden, als daß alle Leh-rer seit der Apostel Zeiten viel geirrt haben. Das istzwar eine große und eingreifende Rede, so daß ich siemein Lebtag verschwiegen hätte, wenn mich nicht dieZänker gezwungen, also zu reden. Es wird sich aberalso der Wahrheit gemäß finden, denn Alle haben dem