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ver Wiedertänferei vor allen Menschen laut predigten:„Es ist Nichts um die äußerlichen Dinge, sie vermögen„Nichts zur Seligkeit; es setze Niemand seine Hoffnung„auf sie!" Sie redeten recht, sofern es aus Liebeund mit Maß geschehen wäre. Dieselben Menschensehen wir aber jetzt um des äußerlichen Zeichens willenbei allen Christen den Frieden zerrütten und hören wiesie denjenigen, der ihnen widerspricht, einen Ketzerund Antichristen schelten; da doch ihr derartiges Vor-nehmen nichts Anderes ist als eine Ketzerei, das ist,eine Zusammenrottung und Anhang (Parteiwesen). Die-ses ist so zu verstehen: Diejenigen, welche bei uns denStreit wegen der Taufe angefangen haben, ermahntennns oft früher, wir sollten eine neue Kirche, das ist,Gemeinde oder Versammlung bilden; indem sie vermein-ten, eine Gemeinschaft gründen zu können, die ohneSünde wäre. Wie wir aber sahen, daß die Menschen,je mehr das Wort Gottes verbreitet wird, sich bessern,wollten wir zu keiner Sonderung unseren Willen ge-ben. Darauf haben sie ihre Zusammenrottung, derge-stalt getrieben, daß ein hoher Rath selbst einschreitenmußte. Weil nun ihnen dieses verhindert war, brachtensie die Kindertaufe zur Sprache. Es nahm uns alleAnfangs sehr Wunder, warum sie doch darin so hitzigwären; zuletzt aber bemerkten wir, daß es ans diesemGrunde geschah: wenn die Kindertaufe verworfen würde,so könnten sie mit Recht die Wiedertaufe begehen, undeben die Wiedcrtaufe sollte das Zeichen der neuen Ge-meinschaft sein; wenn ich „wir" sage, so meine ich unsAlle, die zu Zürich lehren und dem Hirtenamte obliegen.
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