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bührlicher Verzögerung sich beklagen zu müssen, so war die Klage zu-erst an den Minister des Innern zu richten. Mit Widerwillen habeIch einen Mann von Ihrer Bildung und litterarischen Bekanntheitdurch jenen Artikel unter der Classe derer gefunden, die es sich zum Ge-schäft machen die Verwaltung des Landes durch hohle Beurtheilungihres nicht von ihnen begriffenen Geistes vor der großen, meist ur-theilslosen Menge herabzusetzen und dadurch ihren schweren Beruf nochschwerer zu machen. Von Ihrer Einsicht wie von Ihrem Talent hätteich anderes erwartet und sehe Mich ungern enttäuscht."
DerZKönig hat den Befehl gegeben, den Landbebauern aus den kö-niglichen Vorrathskammern die ihnen zur Aussaat nöthigen Quantitä-ten Hafer^zu verabfolgen, gegen das schriftliche Versprechen, daS Em-pfangene nach der Ernte in natura zurückzuerstatten. Gewiß eine an-erkennungswürdige Wohlthat!
Aus einer Rede, welche der Professor Böckh am fünfzehnten October1842 in der Universität gehalten, möge hier eine gegen daS Ende der-selben stehende Stelle über den König folgen:
— Keinem will der König Urheber des Uebels, Allen will er Urhe-ber aller Güter sein; ja ich fürchte nicht, daß man mich eines Haschensnach Gunst zeihe, wenn ich sein mildes Gemüth, seine Freundlichkeitund Herablassung mit dem Charakter eines Titus vergleiche. KeinerRichtung des Staatslebens ist er fremd: alle umfaßt er mit gleicherSorge, wie es dessen würdig ist, der das Heft der gesammten Herrschaftin Händen hält; doch begünstigt Er Wissenschaften, Künste unq Alles,