VI
Preußen für die der unglücklichen Stadt erzeigten königlichen Wohltha-ten seine Dankbarkeit durch die That zu beweisen. Er läßt daher dasschönste Schwein im Stalle schlachten, bereitet es kunstvoll zu undschickt eS wohl geräuchert in einer sehr gefälligen Gestalt zur Fastnacht(184Z) dem König mit der schriftlichen Bitte zu, diese Probe seinesFabrikats als ein Zeichen der innigsten Dankbarkeit hinzunehmen, wo,mit sein Herz gegen den König erfüllt sei. Vor einigen Tagen erhieltder Mctzgermeister auch eine Kiste nebst einem Brief, worin der Königihm meldete, daß er ihm von seinem Fabrikat ein Gegengeschenk mache,wobei der Metzgermeister und seine Familie sich stets deö Wohlgefal-lens und der Anerkennung» deS Königs erinnern möge.
Die Kiste enthielt ein kostbares, reichverziertes Frühstücksservice auSder Porzcllanfabrik in Berlin. Auf dem Boden des PräsentirtcllerSfindet sich in kunstvoller Abbildung ein Schwein.
Der König läßt den Magdeburger Dom mit großartigen Freskoge-mälden schmücken, deren Vorwurf Stoffe aus dem ReformationSzeit-alter bilden.
Der bekannte Schriftsteller Willibald AleriS (vr. Häring) hatte eineBeschwerdeschrist über die Berliner Censur, welche mehrere seiner fürdie Vossische Zeitung bestimmten Artikel beanstandet hatte, eingereicht.Oeffentliche Blätter bringen folgende Antwort, die ihm von Sr^ Majestätgeworden:
Ich habe Ihre Eingabe vom füirfundzwanzigsten März 1843 em-pfangen und geprüft. Die Censoren des mit derselben eingereichtenArtikels für die Zeitung haben bei Behandlung desselben nicht gegendie Censurvorschriften gefehlt, es ist also kein Grund zu Beschwerde we-gen der gestrichenen Stellen vorhanden. Glaubten Sie wegen unge-
>« «Such roiu Einige. 7