Druckschrift 
2/3 (1843)
Entstehung
Seite
95
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UnS wohl bekannt, daß diejenige Gesinnung, welche in dieser Adresseseitens Unserer Unterthanen polnischen Stammes den in dem gemein-samen Namen aller Stämme Unseres Reichs gegebenen Vereinigungs-punkt förmlich verlaugnen will, nur einer Partei angehört, welche intrauriger Verblendung verkennt, wie Wir mit landcsväterlicher Liebebestrebt gewesen, ihre nationale Eigenthümlichkeit zu schonen und sie mitden allgemeinen Verhältnissen und Zuständen Unseres Reiches zumwahren Besten der dortigen Provinz in Einklang zu bringen. DieseAbsicht haben Wir in Unserem Landtagsabschiede vom 6. August I84tdeutlich zu erkennen gegeben. Sie ist von allen, außer von jener Par-tei, richtig gewürdigt, und.namentlich hat die große Mehrzahl der Be-wohner des GroßherzogthumS Posen dieselbe richtig erkannt, und isthierdurch in dem dankbaren Bewußtsein derjenigen zahlreichen Wohl-thaten bestärkt, welche ihr als Preußen zu Theil geworden.

Wir können dem Landtage nicht vorenthalten daß, wenn jene Ansicht,welche sich lossagt von dem gemeinsamen Lande, von dem Einen Gan-zen Unseres Reichs, sich als die des Posenschen Landtages kundgebensollte, Wir, in gerechter Folge dessen und im lebendigen Gefühl für diePflichten Unseres königlichen Berufs, die Stände des GroßherzogthumSan der dem Lanve gegebenen Verheißung: die Provincialstände der Mo-narchie in regelmäßigen Perioden zu versammeln, nicht ferner Theilnehmen lassen werden.

Die übereilte Beurtheilung der Wirksamkeit der ständischen Ausschüsseist nicht geeignet einen Einfluß auf Unsere wohlerwogene Absicht beiGründung dieser Institution zu üben. Wir wollen in Gnaden die Aeu-ßerungen nicht näher erörtern, welche auf ein Gebiet übergreifen, dasUnserer Erwägung und Entschließung vorbehalten bleiben muß, nochdie unangemessene Berufung auf eine Verordnung (vom zweiundzwan-zigsten Mai ISI5), welche wie Wir dieß bereits in dem Landlagsab-