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Costüme; besonders aber erschienen die Heldinnen in ihrem Waffen-schmuck von allem Reiz kühn romantischer Gestalten umstrahlt.
Der vierte Thcil des Zuges, das Saracencnhcer bot Anlaß zu derreichsten Eigcnthümlichkeit der Trachten und des Waffenschmucks.
Alle vier Abtheilungen waren somit, im Gcsammtcharakter, wie in deneinzelnen Gestalten, hervortretend verschieden, und das Ganze bildeteeinen Prachtzug von dem die Aufmerksamkeit auch nicht einen Augen-blick abließ. Auch die Musik drückte diese charakteristischen Verschieden-heiten aus, indem der von Meycrbeer componirte Marsch in seinenoriginell, kraftvoll-rhytmischen Thematen die bildlichen Eindrücke zu-rückspiegelte, und sie nachher künstlerisch verflocht und verschmolz. Nach-dem diese Gestalten mehrere Umzüge im Saal gehalten und sich inGruppen aufgestellt hatten begannen die Tänzer die Quadrille.
Der Zug und die Quadrille mochten etwa eine Stunde gedauerthaben.
Es begann hicrnächst der zweite Theil des Festes, die sechs lebendenBilder: Tasso leitete dieselben durch einige zu seinem Gebieter gespro-chene Stanzen eben so ein, wie zuvor Guarini seinen Maskenzug. Imersten Bilde, wo der Engel Gabriel dem Herzog von Bouillon erschien,war der Licht-Effekt unter dem sich der Engel darstellte, von außeror-dentlicher Schönheit. Ebenso bot das letzte Bild, wo Vasrin den ohn-mächtig am Boden liegenden Tankred findet und beleuchtet, einen ro-mantischen Lichteffekt dar, indem der düstere Glanz der Fackel sich mitdem leisen Dämmerscheine der Mondsichel wunderbar mischte. JedesBild wurde zweimal enthüllt, um durch eine kleine Ruhe thcils denDarstellenden die nöthige Erholung zu gewähren, theilö das Maaß derbegleitenden Musik dem Ganzen sichrer anzupassen.
Hiernach wurde den Anwesenden noch eine muntere Ueberraschung ge-boten; durch eine von einem Herold in einigen heitren Versen ange-