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Majestäten an. Ein donnernder Jubel begleitete sie, als der König ander Seite deS Grofiherzogs mit frohem Gefolge bald hierauf den Wegzum Besuche der Kirchen, die Zierden und der Stolz Freiburgs,antrat. Zunächst ward solche Ehre der neugebauten evangelischen Kirchezu Theil, wo die Fürsten von der gesummten Geistlichkeit empfangenwurden. Sodann begaben sie sich in Begleitung der königlichen Frauenin den Münster, wo der neu erwählte Erzbischos von Vicari an derSpitze des Domkapitels den König unter dem Portal in feierlicherAnrede begrüßte. Er antwortete in huldvollster Weise, und ließsich sodann ins Innere des Münsters geleiten, dessen herrlicheWölbung von innen glänzend erleuchtet, das flammende Kreuz in derMilte, den König beim Eintritt zum lauten Ausruf hinriß: Ha, welchprachtvoller Dom! Der König trat von Altar zu Altar, sprach überdie Kunstwerke mit hohem Kennerblick, bewunderte die Reichthümer undHerrlichkeiten alle, die Freiburgs Münster schmücken, und verließ unterdem Segen eines Schlußchors die Hallen des Domes.
Und siehe da! bei seinem Hinaustreten erglühete die ganze Pyramidedes ThurmcS in rothem Feuerlicht, und der Zähringer großes Denk-mal stand in strahlender Verklärung.
Der Rückweg führte durch die nunmehr glänzend beleuchtete Stadt.Es wurde nun ein Besuch abgestattet im großherzoglichen Palais. Lei-der hatte sich mittlerweile ein heftiger Regen eingestellt, der die Anord-nung der ferneren Festlichkeiten zu unterbrechen drohte. Doch die Bür-ger ließen sich nicht stören, dem gefeierten König ihre Huldigung nochmittelst eines zahlreichen Fackelzugs darzubringen. Ein tausendstimmi-ges Lebehoch erschütterte andauernd die taghelle Nacht.