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Auf der Reise durch Schwelm hatte der König den Grundstein zueiner neuen größeren Kirche gelegt und fuhr dann nach vollbrachtenüblichen Feierlichkeiten, nach Elberfeld, Der Bauinspektor welcher denAuftrag erhalten, die Gründung zu leiten und den Plan auszuführen,bekam am Abend des Festes den unglücklichen Einfall, den ersten Steinanders zu legen, besser anzubringen, und versuchte diesen Einfall gleichauszuführen. Mehrcrc Arbeiter und Bürger, welche sich in der Näheder Baustelle befanden und diesen Eingriff bemerkten, wurden darüberaufs Höchste erzürnt, schlugen Lärmen, daß das ganze Städtchen aufdie Beine kam und auf den erschreckten Architekten drohend eindrang.Den Stein, den der geliebte König gelegt, besser legen zu wollen, warallein ein Frevel, der schwer an dem Manne gerächt worden wäre,wenn er sich nicht rasch durch die Flucht entzogen hätte.
Die laute Stimme des Volkes, daS nach dem Auftritte noch dieGassen durchschwärmte, der Wohnung des Künstlers sich näherte, triebdessen Angst aufs Höchste, so daß er die wirklich unnöthige Flucht ausder Stadt vorzog, rasch abfuhr und nach einigen Wochen noch nichtzurückgekehrt war.
Auch das Ausland nahm den König mit Freuden auf, so die StadtFrciburg, wo der König auf seiner Reise am zweiundzwanzigsteu Sep-tember eintraf. Die Bewohner hatten ihre Häuser auf festliche Weisegeschmückt, die Fahnen der badischen, der preußischen und städtischenFarbe wallten in reicher Zahl die Häuserreihen entlang und flaggtenhoch vom Thurm zum Königsgruß. Das gesammte Bürger-Militair-CorpS stellte sich als Ehrengarde vor dem Zähringer Hof auf, wo derKönig abzusteigen beschloß. Um fünf Uhr Abends kündete der Don-ner der Kanonen und daS Geläute aller Glocken die Ankunft der