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Der Jubclsturm, der jetzt folgte, läßt sich nicht beschreiben, und wardoch nur ein schwacher Ausdruck der Begeisterung welche die königli-chen Worte aufs höchste gesteigert hatten. —
Ihrer Majestät der Königin wurde von dem Landrath Hesse der fol-gende Toast ausgebracht:
„Der höchste, theuerste Wunsch, meine Herren, der bisher in diesenRäumen jeder Ihrer festlichen Zusammenkünfte die Weihe gab, galt un-ser»: Könige. Heut wird uns das lang ersehnte Glück zu Theil, dasallvcrehrtc Hcrrscherpaar in unfern Mauern zu besitzen in Gegenwartdes erhabenen Monarchen der hohen, milden Königlichen Herrin dieHuldigung unserer Ehrfurcht und Liebe auszusprechen. Doch nicht aus-zusprechen, denn wo fänden wir einen Ausdruck, der dafür würdig undedel genug wäre! Zu arm ist selbst unsere reiche Muttersprache, die Ge-fühle in Worte zu fassen, die in diesem Augenblick unsere Brust durch-glühen. Wozu bedürfte es aber auch der Worte, wo die Tiefe derSeele klar und durchsichtig in eines jeden Antlitz sich spiegelt; wo reinund hell, in jeden: Auge die Liebe glänzt, die Preußens Volk an seinenKönig knüpft. Es ist der Ruhm und Stolz der Bürger dieser Stadt,hier, an des Landes äußerster Grenze, deutsche Art und Sitte schlechtund einfach zu bewahren. So genüge uns denn ein einfach-schlichterLaut, ein Ruf, der voll und stark von warmen Herzen dringt, — derRuf: es lebe unsere geliebte Königin!" —
Noch war das begeisterte Lebehoch der Versammlung nicht verklungen,als der König sich zu derselben mit diesen Worten wandte: „Ich habedie schönsten Tage meines Lebens jetzt in diesen Rheinländer: und beiden Rheinländern verlebt, und da Ich diese schönen Lande morgen aufeinige Zeit verlasse, so ist es Mir ein wahres Bedürfniß, dieses nochvorher und hier vor Rheinländern auszusprechen. Es mögen die Rhein-länder und die Rheinlande hoch leben; Gott segne sie, sie leben hoch!"