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wort machen wir heute alles Ernstes Gebrauch. Es giebt nur einSaarbrücken, welches, am äußersten Ende des Vaterlandes gelegen, un-ter sünfundzwanzigjähriger Fremdherrschaft dennoch deutschen Sinn undBiederkeit zu erhallen wußte; es gibt nur Ein Saarbrücken, welchesin unwandelbarer Liebe und Verehrung für seinen König, für das Kö-nigliche Haus, für das geliebte Preußen mit unerschütterlicher Treuefesthält. Es gibt aber auch nur Einen König, welcher durch begei-sternde Worte, durch Kraft und That ein einiges Deutschland zu schaf-fen verstand; es gibt nur Einen König, welcher es verstand, durch weiseund milde Gesetze alle Stände zu vereinigen, sie Schild und Hort indem geliebtem Monarchen finden zu lassen, ihnen die Uebcrzeugung zugeben, daß nur unter dein Königthum die wahre gesetzliche Freiheit ge-deihen kann. Heil unserm geliebten, unserm verehrten Monarchen!"Dem stürmischen Lebehoch der Versammlung folgte eine athcmlose Stille,als der König sich erhob. „Ich kann," sprach der Monarch, „Ich kannim eigentlichen Sinne des Wortes sagen, daß Sie mir zuvor gekom-men sind; in Meinem Glase perlt deutscher Wein und in diesem deut-schen Wein wollte ich einen Toast ausbringen. Es sind heute gradezwei Monate und zwei Tage, als ich in Memel anö Land trat unddort mit einer Liebe/ Herzlichkeit und Zuvorkommenheit empfangen wurde,ganz wie Ich sie in den Städten Saarbrücken und St. Johann wie-der gefunden habe, in Städten, welche erst seit fünfundzwanzig Jahrenmit Unserer Krone vereinigt sind, während Memel seit mehr als dreihundertJahren dem Hause Hohenzollcrn eine treue Stadt war. Keine Brustfühlt es tiefer, als die Meinige, und Ich kann sagen, Memel wollteMir nicht aus dem Sinne kommen. Ich will? Ihnen einen Vorschlagmachen, der unter andern Umständen auffallend scheinen könnte; lassenSie uns auf das Wohl beider Städte trinken: Die beiden Städte Saar-brücken und Memel, Memel und Saarbrücken sie leben hoch!^