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schiedenfarbigen Lichtern erleuchtet und auf demselben ein Feuerwerk, be-stehend aus Schwärmern und Leuchtkugeln in schönem Lichte abgebrannt,ohne jedoch die volle Wirkung, die man erwartet hatte, hervorzubringen,da die Entfernung zu groß war.
Darauf begann der Ball, welchen der König mit einer Polonaiseeröffnete, und gegen zehn Uhr sehte man sich zu Tische, bei welchem derToast auf das Wohl des Königs und der Königin mit Enthusiasmusausgebracht und von einhundcrtundein Schüssen begleitet wurde.
Von der cigcnthümlichstcn Wirkung war am Abend des zwanzigstenSeptembers in Saarbrücken ein Aufzug von eintausendzweihundert Berg-leuten mit zwei Musikchören an der Spitze, der Anblick so vieler dunk-len Männcrgcstalten in der alterthümlichen Bcrgmannstracht mit den selt-sam bewegten Grubenlichtcrn und Fackeln, inmitten des glänzendstenLichtes, daS die den großen Platz umgebenden Gebäude ausströmten,dazu der kräftige Gesang bergmännischer Lieder, die von hundertund-fünfzig Sängern vorgetragen wurden.
Bei dem Festmahle nahm der König in dem passend dekorirten Fest-saale unter dem Thronhimmel Platz, umgeben von einem glänzendenGefolge. Es war eine Stimmung ohne Gleichen, welche alle Teil-nehmer dieses in seiner An einzigen Bürgcrfestes beseelte, und die derBeigeordnete Bergrath Börking in folgender Weise anzudeuten versuchte:„Ew. Königliche Majestät bitte ich alleruntcrthänigst, gnädigst er-lauben zu wollen, unsere Freude darüber, daß Ew. Königliche Ma-jestät geruht haben, von schlichten einfachen Bürgern der Gast sein zuwollen, durch einen Toast aussprechen zu dürfen. Man hat hier einaltes Sprüchwort, von dem in gcmüthlicher Einfalt häufig Gebrauchgemacht wird: „Es gibt nur ein Saarbrücken!" Von diesem Sprüch-