Druckschrift 
2/3 (1843)
Entstehung
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zweite Kanonenschlag und auf der Burg Godesberg einundzwanzig Ka-noncnschläge, worauf das Feuerwerk seinen Anfang mit dem Namens-zuge v'. >V. IV. nahm, über welchem eine Krone brannte, deren Edel-steine durch verschiedenfarbiges Licht wunderschön dargestellt waren; alsder schönste Edelstein in dieser Krone brannte der Buchstabe (Elise)in rothem Lichte. Zu beiden Seiten wurden aus Bombenröhrcn eineunzählige Menge Leuchtkugeln mit rothem, gelbem, grünem, blauem undweißem Lichte geworfen, worunter sich die mit roihem und blauem Lichtean Grellheit der Farbe und Jntcnsivität des Lichts auszeichneten.Nach diesem brannte der preußische Adler in schwefelblaucr Farbe; so-dann stiegen Fallschirmraketen, welche an Fallschirmen Hangende Leucht-kugeln ausstießen, die, in abwechselndem Lichte brennend, ruhig zur Erdeniederfielen. Oben auf dem Thurme war in einem zwanzig Fuß lan-gen Tanöparent der Vater Rhein dargestellt, der statt des Wassers ei-nen vollen Fcucrfluß ausgoß, welcher den hundert Fuß hohen Thurmherabstürzte und einen brennenden Vulkan dem Auge des Beschauersvorzauberte. Dann stieg eine Garbe von tausend Raketen von derSpitze des Thurmcs auf einmal in die Luft und bildete hier ein ge-waltiges Feucrmecr. Fast zugleich wurden aus neunzehn Schwärmer-hubbcn (kleinen Fässern) neuntausend Schwärmer geworfen, welche inder Luft sich hie und da kreuzten und mit einem Gekrach zerplatzten,welches dem Gliederfcuer der Infanterie sehr ähnlich war. Jetzt folgtedie Beleuchtung der Ruine. Aus allen Luken und Oeffnungen derBurg brannten Handbrandbomben, die begleitet von vierhundert Ka-noncnschlägen, den Schluß des Feuerwerks ausmacbtcn.

Das Ganze dauerte eine halbe Stunde, während deren der Anordnerdie Aufgabe glücklich löste, daß kein dunkler Punkt zwischen dem einenund dem andern der abzubrennenden Slücke eintreten sollte.

Nach diesem wurde der Petersberg (einer der sieben Berge) mit ver-