Druckschrift 
2/3 (1843)
Entstehung
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zutreten. Eine gleiche Bitte ist in den letzten Jahren von einem Theilder Stände an Mich gelangt. Ich habe hieraus Veranlassung genom-men, nach dieser Urkunde in allen Archiven suchen zu lassen; sie ist je-doch nicht aufgefunden worden. Ich bedauere aber den Verlust dersel-ben durchaus nicht; denn in einem Lande, in welchem ein jedes Herzein Archiv ist, in welchem diese Urkunde aufbewahrt wird, bedarf eSkeines tobten Pergaments. Von sämmtlichen Ständen der GrafschaftMark und allen Menschen, die darin wohnen, zwei feltgewiß Keiner dar,an, daß ihm Meine Treue wie die Meiner Vorfahren gewiß ist. Ichgebe kein Versprechen, Ich hoffe, daß es Jeder in Meinen Augen liest,und waö ein solches Versprechen hervorruft und wirkt ist in diesemLande im überfließenden Maaße vorhanvcn. Da Mir nun heute dasGlück, Ich darf sagen die Glückseligkeit wird, nach so langer Zeit wie-der in der guten Grafschaft Mark und in hiesiger Stadt weilen zukönnen, so ergreife Ich diesen Augenblick und trinke mit überfließendemHerzen auf das Wohl der treuen Grafschaft Mark!"

Der König interessirte sich lebhast für den Fortbau des Cölner Domes,dessen Vollendung schwerlich selbst unter günstigen Umständen unserJahrhundert erleben wird. Der Beitrag des Königs betrug für denAusbau des Schiffes, einschließlich der Portale, jährlich funfzigtausendThaler, und außerdem für den Fortbau des nördlichen Thurmes fürdaS Jahr 1842 zwanzigtausend Thaler.

Man rechnet, daß zu seiner Vollendung ein Capital von fünf Mil-lionen Thalern erforderlich sein wird.