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2/3 (1843)
Entstehung
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stadt WestphalenS auch der Empfang am Imposantesten. Welch einWechsel war hier seit vier Jahren vorgegangen, das drängte sich demBeobachter am Ersten auf. Als 1838 der Prinz von Preußen, baldnach dem unglücklichen Köllner Ereigniß, das die Katholiken so tiefverletzte, erschien, da war überall dumpfe Stille, kein Hut rührte sich,keine Blume und kein Kranz war zu sehen; jetzt war die Stadt eineBlumenstadt geworden, ungeheuere Flaggen zierten die Thürme undGebäude, tausendstimmiger Jubel empfing den König, wo er sich auchzeigte, und an den Abenden glich die Stadt einem Lichlmecre. DerDomplatz war mit siebentausend farbigen Lampen erleuchtet, der Domstrahlte mit Tausenden kleineren Lampen und vor demselben war eineFontaine künstlich angebracht, über derselben glänzten die preußischenund bäurischen Wappen. An den Aesten der kleineren Bäume hingenLämpchen in Form und Farbe von Orangen, Zitronen und Aepfeln,so daß man sich von einer Obstwaldung umgeben glaubte.

Bei dem Fest der Standesherren und der Ritterschaft war die Die-nerschaft durchgängig neu bekleidet und zwar im Roeoco-Geschmack mitgepudertem Haar. Der Werth des Silberzeugs auf den Tischen wardzu siebcnzigtausend Thalern geschätzt, von dem Juwclenglanz der Damenkann man sich keinen Begriff machen. Der König verließ Münster amfünfundzwanzigsten August.

Die herrlichen Worte, welche der König an der Tafel in Hammsprach, mögen auch hier einen Platz finden:

Ich will eine Gesundheit ausbringen, welche Ihnen, wie ich hoffe,lieb sein wird. ES ist vielfach die Rede gewesen von einer Urkunde,in welcher der große Kurfürst der Grafschaft Mark versprochen hat, daßer dieselbe niemals vertauschen, verpfänden oder abtreten wolle. Dar-auf stützten die Stände im Jahre 1306 ihre ewig unvergeßliche Bittean den seligen König, die Grafschaft Mark unter keiner Bedingung ab-