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keine wesentlichen Veränderungen erhalten haben. Eine große Anzahlvon den Männern, die dem Throne des hochseligcn Königs nahe stan-den, sind gleich ihm zur Ruhe gegangen oder in den Stand der Ruheversetzt. Acht neue Staatsminister wurden im Laufe dieser zwei Jahreernannt, und erst ganz zuletzt trat der Graf Arnim zu Broitzcnburg andie Stelle deS Herrn von Rochow als Minister des Innern und derPolizei. Preußen hat seit langen keinen so jungen Minister (er ist1303 geboren) am Ruder gesehen, und auch diese seine Jugend kannnur als eine gute Vorbedeutung betrachtet werden.
Fast alle seitdem neu eingetretenen Staatsmänner gehörten einer strenggotteSfürchtigen Richtung an. Preußen hatte Mitte Juni 1342 fünf-zehn active und drei pensionirte Staats-Minister, von denen zehn ineinem Lebensalter zwischen scchszig bis achtzig Jahren stehen.
Einzelnes, wie die Haussuchung welche beim vr. Mügge,dem beliebten Novellisten in Berlin um deßwillen verfugt worden,weil derselbe als Verfasser gewisser Artikel in auswärtigen Blätternverdächtig war, betrachtete man als einen letzten Ausläufer ängstlicherMarimen, die den großherzigen von dem Könige geheiligten Regierungs-prinzipien entgegen stirb. Es war dabei keineswegs erwiesen, daß jeneArtikel von Herrn Mügge herrührten und die von ihm herausgegebenenSchriften waren nicht von der Art, daß sie auch ihn unpatriotischerGesinnungen verdächtig und eine Verletzung des Hausrechts wie bei ei-nem Diebstahl oder Hochverrath rechsertigen konnten.
Man dankt diese Umwandlung allein der umfassenden Thätigkeit undSorge dcö Staatsoberhauptes, welches überall Regsamkeit fördert, dieberathende Monarchie ausbildete, und die materiellen wie geistigen Fort-schritte nach dem festbestimmten Prinzipe „zu wachsen in AlterSweiSheitund Jugendkraft" zu fördern trachtet.