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Zolldefraudationcn zur Deportation nach Sibirien verurtheilt waren.Daß wirklich wegen der Defraudation preußische Staatsbürger nach Si--biricn tranöportirt wurden, hatte man zuvor wohl in fremden Zeitungengelesen, dem aber keinen Glauben schenken mögen. Der König verliehwährend seines Aufenthalts am russischen Hofe hnndertundzehn russi-sche Offizieren und neun russischen Beamten Orden.
Als der König bei Anbruch der Nacht von der kaiserlichen Familiebegleitet auf dem Dampfschiffe von St. Petersburg abfuhr, fand er vordem Kmfcn von Kronstadt die ganze kaiserliche Ostseeflotte, aus sechszehnLinienschiffen und einer entsprechenden Anzahl geringerer Fahrzeugebestehend, in Doppelreiche aufgestellt, alle mit bengalischen Flammenerleuchtet und mit festlich geschmückten Matrosen bis in die Raaen be-seht. Kaum war das Dampfschiff mit den gekrönten Häuptern unterdem Hurrahrufe der Schiffsmannschaften durch diese Gasse gesegelt, sostieg in dem Moment, wo die erlauchten Schwäger sich zum Ab-schied umarmten, eine Rakete empor, worauf auS den dreitausend Ka-nonen der Flotte eine Salve erfolgte, die den Erdboden zu erschütternschien. Alle Augenzeugen schildern diesen Moment als das Erhabenste,was man sehen und hören könne.
Am fünften August kehrte der König von dieser Reise nach Berlinzurück.
Ein Blick auf Preußen und Berlin im Jahre 1842 und wie eS vorzwei Jahren war, ließ den kräftigen Lebensathem nicht verkennen, wel-cher überall sichtbar ward.
Viele der Fragen, die sich bei der Thronbesteigung des Königs auf-drängten , sind beantwortet, während in allgemeiner Beziehung und denHauptsachen nach die Form der Regierung und ihr Geschäftsgang