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Gefühle, doch was ich fühle, empfinden Sie mit mir. — Der Königfchwieg. Der Kamerad Berndt belheuerte nochmals: Daß dieser Geist,diese hingebende Treue nimmermehr wanken könne noch werde, und for-derte jetzt die Freiwilligen aus, den Schwur, den sie damals dem Vatergeleistet, dem Sohne zu erneuen, indem er mit aufgehobener Rechten rief:Nicht wahr Kameraden, ihr ruft mit mir: „Gott und dem Kö-nige treu!"
und Alle, mächtig bewegt, wiederholten den Schwur und deS Schwu-reS Zeichen.
Der König erwiederte:
Ich danke Ihnen, meine Herren, daß Sie zu mir kamen. Es hatmir Freude gemacht, Sie zu sehen, Ich werde diese Stunde in mei-ner Erinnerung bewahren. Leben Sie wohl!
Dann sich freundlich gegen den Halbkreis verneigend, drückte er demSprecher die Hand und schied, von seinem Adjutanten gefolgt.
Die alten Krieger aber fielen einander tiefbewegten Herzens in dieArme, drückten sich stumm die Hände und verließen, beglückt von dieserfeierlich erhabenen Stunde, den Saal. Der tiefe Eindruck derselbenwird wohl bis zu ihrem Lebens-Ende bei ihnen nicht erlöschen.
Die Festtage in Breslau haben für die Hoffnungen der Zukunft einwichtiges Ergcbniß herbeigeführt. Mitten in dem Enthusiasmus er-blickte man doch einzelne Zeichen jener großen Zcitfrage, um derent-willen Breslau den königlichen Zorn verschuldet und selbst bei dem Auf-zuge kamen einige Andeutungen vor. So trugen die Böttcher ein Faßmit der Aufschrift:
Die Hoffnung bleibt unS unbenommenWas jetzt nicht ist, kann später kommen.