Druckschrift 
2/3 (1843)
Entstehung
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Auch bei der Erleuchtung und in den Anreden fanden sich einigeZeichen der unvergessenen Hauptsrage, wie denn ein Thcil der Ein-wohner überhaupt noch mancherlei Hoffnungen bewahrte, so daß derKönig, wohl um alle Irrungen zu beseitigen^, sich bei dem Feste derBürgerschaft klar und unumwunden aussprach:

»Ich bedauere, daß eine finstere Wolke an unserm Horizonte herauf-gezogen war, aber ich freue mich, daß sie wieder verschwunden ist. Jehlist AlleS vergessen. Ich thue niemals etwas halb und spreche offen,wie ich es liebe, wenn man mir offen entgegen kommt. Was mir einefünf und zwanzig jährige Erfahrung als unzweckmäßig gezeigt hat,kann ich nicht geben, und lasse es mir durch keine Macht der Erde ab-zwingen. "

Eine solche feste Erklärung mußte denn auch die stärksten Illusionenbeseitigen und ließ keinen Zweifel mehr übrig.

Am sechzehnten September fand eine Zusammenkunst des Königsmit dem Kaiser von Rußland in Warschau statt. Auf der Rückkehrvon dort besuchte der König in Kalisch das Denkmal, welches zur Erin-nerung an die Jahre 1313 und 1835 errichtet ist. Der General Berglas in deutscher Uebersetzung die in russischer Sprache auf dem Denk-male befindlichen Inschriften vor. Nach Vorlesung der letzten, welcheso lautet: »Der Allmächtige segne die Allianz und Freundschaft zwischenRußland und Preußen zum Frieden und Gedeiheil beider Nationen undzum Schrecken ihrer gemeinsamen Feinde" schritt der König rasch dieStufen deS Denkmals hinan und schrieb mit dem Finger:Amen"!unter die Inschrift.

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