Druckschrift 
2/3 (1843)
Entstehung
Seite
13
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IS

Eine baumlange künstliche Runkelrübe, die von drei Männern kaumumklammert werden konnte eröffnete den Zug. Dann kam ein Rübcn-scld, von vier Ochsen gezogen und von Feldarbeitcrn mit ihren Geräth-schaften umgeben. An diese schloß sich die Zuckerfabrik, eine Dampf-maschine mit allen nöthigcn Apparaten. Nichts war übergangen. Hin-ten folgten auf einem niedrigen Wagen die Resultate aller dieser Be-strebungen, nämlich feine, pyramidalisch aufgestellte Rübenzuckerhüte,durch einen glänzend weißen Krystallzuckertempel mit Säulen und Schnör-keleien verziert, gekrönt.

Nun folgte der Flachs- und Leinwandhandel, hinter welchem aufeinem Wagen ein segelfertiges Schiff mit Leinsamen, Flachs und Lein-wand. Die Ballen mit Hamburg, London, Ncw-Pork ic. gezeichnetdeuteten den Handel nach dort an.

Dann folgte das Forst- und Jagdweseii, vom Prinzen Biron-Kur-land und dem Fürsten Hatzfeld unternommen. Voran die riesenhaftenStämme einer Kiefer und einer Fichte aus den Forsten von Trachen-berg, von Holzschlägern in ihren Pelzen und mit Arten auf den Schul-tern, begleitet. Die Fichte wie die Kiefer von sechszehn Pferden gezo-gen, hatte eine Länge von hundertvier Fuß und ein Alter von gegenzweihundert Jahren. Dann Jäger zu Pferde mit Hüfthörncrn undMeute geleiteten einen Wagen mit den Gegenständen und Gerätschaf-ten der Niedern Jagd, andere Jägerburschcn einen solchen, die hoheJagd darstellend, und unter Anderm mit einem gewaltigen Eber bela-den, der erst am zehnten September in den Trachenberge Wäldern vomFürsten Hatzfeld eigenhändig war erlegt worden. Nun folgte dieWasfcrjagd und der Entenfang.

Dann der schlesische Bergbau. Den Zug schloß eine Dampfma-schine, wie sie der Hüttenbetrieb erfordert, und ein ungeheurer Dampf-kessel auS der Eisengießerei.