Druckschrift 
2/3 (1843)
Entstehung
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0r» et ladors (bete und arbeite) eröffnete den Zug der Ackerbauer,welcher aus vier Plcßncr Bäuerinnen mit Zichhaken, vier PleßnerBauern mit Düngergabeln, Landleuten mit Frühjahrserzeugnisscn undGrabeisen, einem Fuder Heu von vier überaus großen, an den Hör-nern vergoldeten Ochsen gezogen, und aus Leuten bestand, welche Wie-senbaugeräthschaftcn und Feldfrüchte aller Art trugen, gefolgt von Pfer-den, die eine Hcuraffmaschine, einen Wicscnwagen und dergleichen zo-gen. Diese Abtheilung bildete den Frühling, wogegen der Sommer undHerbst durch den mit allen Getreidesorten beladenen, von Mähern undSchnittern umringten Erntewagen, durch Pflug, Egge u. s. w. rcprä-sentirt wurde.

Auserlesene Eremplare von Zug- und Mastvieh mit seinen nationalgekleideten Aufschern bildeten den nächsten Zug. Hier gab es mancheshöchst ausgezeichnete Stück so vorzügliche Kühe, Schweizerrape, scinst-wollige Schafe von der Größe großer Kälber, einen schneeweißen Zie-genbock mit langen Seidenzotten und dergleichen mehr; unter den Bau-erpferden gab es Prachtthiere, welche den Pferden von edelster Ra?egleichkamen. Unter den Landleuten, welche die Thiere führten und be-gleiteten fielen besonders die Kamenzer Bäuerinnen mit ihren Gold-und Silberkappen und die romantisch gekleideten Hirten, vortheilhaftins Auge, die auf selbstgefertigten Schalmeien eine gut einstudirte Hir-tenmusik blasend den Zug schloffen.

Hierauf folgte der Erntekranz, eine kolossale Krone, aus allen Ge-trcideartcn geflochten und mit Blumen und Gold durchwebt, auf einemzierlichen Wagen. Voran schritten Musikanten und die Vorschneideroder Vormäher in altdeutscher Tracht. Hinter dem Wagen schritt einländliches Brautpaar. Die Tracht der begleitenden Mädchen war zumTheil tyrolisch.

Weiter folgten der Runkelrübenbau und die Rübenzuckerfabrikation.