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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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kierhäuser, um die Einziehung hier zahlbarer Wechsel zuerleichtern, einen Kassenverein gebildet, und Scheine aus-gestellt, die als baar Geld gelten und die man zu jederZeit bei der Kasse des Vereins (Burgstraße No. 20) ein-wechseln kann.

Zu Friedrich Wilhelms 1 Nnd seines Nachfolgers Zei-ten war man froh vor der Stcchbahn einige schlecht be-spannte und eben so mittelmaßig gearbeitete Fiakrcs bcnuz-zcu zu können, um sich im Innern der Stadt nach entfern-teren Straßen zu begeben. Jetzt giebt es nicht allein einegroße Zahl Lohnkutscher, welche meistens elegante Stadt-wagen, und mitunter auch schöne Pferde haben, sondernwer auf der Straße sogleich eines Fuhrwerks bedarf, selbstum in der Umgegend zu fahren, findet auf dein Hauvk-plätzcn und an mehreren Straßenecken einspännige Chaisenunter dem Namen von Droschken, zweispännigc viersitzigezu jederzeit angespannte sogenannte Wiener Jagdwagen aufdem Hofe des Haufes No. 22 unter den Linden; zum fahrennach Charlottenburg, vor dem Brandenburger Thore undbei schönem Wetter auch vor andern Thoren nach andernGegenden hin bedeckte und unbedeckte Wagen, worunter manchesich durch ein gefälliges Aeußere und Bequemlichkeit aus-zeichnen. Statt der Journalicre die unter Friedrich l i.einmal und späterhin zweimal nach Potsdam fuhr, gehttäglich eine Schnellpost sechsmal hin und her, das erstemalum 6 Uhr des Morgens, das letztem«! um 10 Uhr desAbends von beiden Orten ab, außer den von Privatfuhr-leutcn eingerichteten -Personenwagen. Auch kann man zujeder Stunde des Tages im Posihanfe Postchaisen mit 2und 4 Pferden zu Spazierfahrten micthen, und so fehlt esan keiner Bequemlichkeit um sich sowohl leicht und mitwenigen Kosten von einer -Stadtgegend zur andern zu be-geben und sich in der Umgegend, deren Beschreibung ^)

1) s. Wegweiser durch Berlin, 6teAufl. S. 187212.