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oder in neueren Zeiten besonders acquirirtcn antiken Sta-tuen oder aus den Abgüssen der Elginschcn und anderenaltgriechischcn Marmorwcrke bestehen. An antiken Vasen,Gemmen, Münzen bietet das königliche Kunsikabinet aufdem Schlosse und die im I. 1828 vom König erkaufte Ge-neral von Kollersche Sammlung reiche Schatze. Die Ge-mälde, welche so aufgestellt werden sollen, daß sich darausdie geschichtliche EntWickelung der Kunst in ihren aufstei-genden und abnehmenden Linien übersehen lasse, werdenebenfalls aus den königlichen Bildcrgallericn in Berlin undPotsdam und aus zwei großen Sammlungen, die der Kö-nig vor einigen Jahren gekauft hat, entnommen werden,nämlich aus der Giusiinianischen Gallcric zur Zeitnoch in dem Akademie-Gebäude aufgestellt, und aus derSollysche Sammlung, reich an vielen trefflichen Bil-dern aus allen Schulen, und gegenwärtig im ehemaligenHotel des Handelsministeriums, Bchrenstraße No. 55 be-findlich. Hierzu kommen noch einzelne vom Staate erkaufteschöne Bilder i). — Für die Umgebungen des Museums-Gcbäudes durch Verscbönerung des Lustgartens wird eben-falls nach dem vom Baumeister entworfenen Plane gesorgtwerden. Schon sind die im Lustgarten siehenden Pappcl-reihcn weggenommen, und dafür andere zweckmäßige Ein-richtungen im Werke.
Auch in der Umgegend finden wir mehrere Bauwerkeund Schöpfungen von Schinkel, und zwar zuerst vor demHöllischen Thore, auf der Anhöhe, sonst Tempelhofcrbergjetzt aber Kreuzberg genannt, das Nationaldenkmal, wel-ches der König zur Erinnerung an die glorreichen Siegedes Befreiungskriegs von 1813—1815 hat errichten lassen.Der Grundstein wurde am 19. September 1818 gelegt.Das Denkmal hat die Form einer gothischen Thurmspitze,und ruht auf einer Grundlage in Form des eisernen Kreu-
1) Wegweiser für Berlin und Potsdam, 1827. S. 23.