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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Würfels schwebt die Friedensgöttin über den zertrümmer-tcn Waffen. Die vierte Seite ist ebenfalls wieder in zweiFelder gcthcilt; im obern sehen wir Blücher in antiken Ko-stüm, der aus den Händen Borussias einen Lorbeerkranzempfangt; eine Viktoria errichtet ein Sicgesdenkmal, imHintergrunde einen Cippus, auf welchem der, dem Gene-ral zu Thcil gewordene, Fürstenmantel und Fürstenhut lie-gen. Auf dem untern Felde zeichnet Klio, die Muse derGeschichte, die Thaten des Helden auf.

Wenn wir nun von den eben hier beschriebenen, zwi-schen der Schloßbrücke und ehemaligen Opernbrücke gelege-nen Gegenständen, welche auf einem Raum stehen, der zumFriedrichswerder gehört, uns nach dem Brandcnburgcrthorezu wenden, und links das Opernhaus, von dem nur zubemerken ist, daß im I. 1821 das Innere wieder ganz er-neuert worden, ohne jedoch eine Abänderung an derfrüheren Dekoration zu erleiden; im Hintergründe die ka-tholische Kirche, rechts das Universitätsgebäude, dann wie-der etwas weiter links die Bibliothek vorbeigehen, so kom-men wir auf der Dorothcenstadt zu der schönen, 166 Fußbreiten und 4660 Fuß langen Straße unter den Linden,ebenfalls vom jetzigen Könige nach dem letzten Kriege soeingerichtet, daß in der Mitte eine chaussirte Allee für Fuß-gänger, 50 Fuß breit, mit Linden, Kastanien, Ebereschen,Platanen bepflanzt ist; von den gepflasterten Straßen anbeiden Seiten, welche von dem Spaziergange durch eine eiserneBarriere getrennt sind, ist eine Straße für die Reiter, und diezunächst an den Häusern für die Wagen bestimmt, doch so,daß auch noch ein Trottoir, hier Bürgersteig genannt, fürdie Fußgänger übrig ist. In Absicht der dort befindlichenGebäude werden wir, außer den schon früher bemerkten,die, statt des ehemaligen unbedeutenden Pontonhofs, nachSchinkels Angabe gcbauete ansehnliche Artillerie- undIngenieurschule No. 74 und etwas weiter die Kolo-nade No. 76 nennen, welche, nach dem Plane des näm-lichen Baumeisters angelegt, uns zu der Fortsetzung der

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