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35—37, ist schon früher in der Geschichte Berlins wäh.rcnd des l7ten Jahrhunderts erwähnt worden.
Schon hatte im I. 1788 der Dr. Eschke ein Taub-stummen-Institut aus eigenen Mitteln hier errichtet,und im 1.1782 nach Schönhausen, im I. 1798 jedoch wie-der nach Berlin verlegt. Der jetzige König gab ihm damalsnebst dem Titel eines Professors ein eigenes Haus mit Gar-ten, Linienstraße No. 84 n. 85. Seit Eschke's Tode hat derProfessor Grashoff die Direktion dieser wohlthätigen An-stalt, für mannliche und weibliche Eleven, deren Zahl sichüber 33 beläuft, wovon 10 königliche Kostgänger sind. DerUnterricht erstreckt sich auf Ausarbeitung deutscher Aufsätze,Schreiben, Rechnen, Geographie und Naturgeschichte, undwas diese Schule besonders auszeichnet, ist daß die meistenZöglinge auch zugleich sprechen lernen i). Diesem Insti-tute schloß sich, am Ende der gegenwärtigen Epoche, daskönigl. Blindcninstitut an. Am 4. Oktober 1806 vomjetzigen Direktor desselben, Professor Zeune, gegründet, hates ein königliches Gebäude, nebst kleinem Garten auf demSt. Gcorgenkirchhofe No. 19, worin jetzt unter mehrerenanderen Zöglingen 11 königliche Freischüler, und 6 königl.Kostgänger sind. Außer dem Unterricht im ChristeNthume, imLateinischen und in den neueren Sprachen durch den Wegdes Gehörs, und in der Tonkunst, worin den Blinden dieFeinheit ihres Gehörs sehr zu statten kommt, lernen sie le-sen, vermittelst Buchstaben aus Pappe und Teich, dasSchreiben durch in Schiefer vertiefte Buchstaben, das Rech-nen durch hundert hölzerne Würfel, und die russischen Rech-nenbretter (Schctschaty); die Geometrie durch Hülfe vonFlachen aus Pappe und Körpern aus Holz; die Geographie,vermöge einer Erdkugel von 4 Fuß im Durchmesser und
t) Die Anstalt kann nur Dienstags von 9 bis 12 Ubr besucht»Verden, steht aber für Schulmänner und wissenschaftliche Reisendeauch des Freitags von 19 bis 12 offen. Ein Privat-Taubstummen-Institut hat der Kandidat der Theologie Simon, Lindcnstraßc Nr. 79.