kleine Glocke ankündigend, gingen zu gewissen Stunden desTages herum und sorgten auch wieder für die Vcrthciluugder eingesammelten Briefe.
Das Fricdrichs-Werderschc Gymnasium, was seit demBrande des wcrderschcn Rathhauscs, worin sich diese An-,stalt befand, sich mehrere Jahre über mit einem gcmicthc-tcn Lokale im Flügel des Gasthofes der Stadt Rom, in derCharlottcnstraßc No. 28 hatte behelfen müssen, erhielt aberim I. 1800 durch die Mildthätigkeit des Königs ein eige-nes Gebäude in der Obcrwasserstraße No. Ich bis auchdieses der Anstalt zu eng wurde, und der Magistrat, alsPatron des Gymnasiums, es nach dem ihm zugehörigen,ehemaligen Fürstcnhause, Kursiraße No. 53, vor einigenJahren, verlegte. Das baufällig gewordene Friedrich Wil-hclms'.Gymnaslum, an der Friedrich- und Kochstraßenecke,ließ der König in den I. 1893 und 1894 neu wieder auf-bauen. Noch stehen die von 1899—1892 erbauctcn Ställenebst einem Epcrzierhausc und Wohngcbäude für die rei-tende Artillerie, in der Friedrichsstraße, nahe am Oranien-burgcrthor, in ihrer ursprünglichen Form und soliden Bau-art, aber ein Raub der Flammen ist bereits im I. 1817das deutsche Schauspielhaus geworden, das FriedrichWilhelm lll. mit großem Kostenaufwande in den J.1899bis 1892 von Langhans erbauen ließ, und zwar an derStelle des ehemaligen französischen Schauspielhauses, daletzteres, bei vermehrter Bevölkerung, Vervollkommnung deshiesigen Nationalthcaters und dadurch crhöhetcr Liebe derEinwohner für Schauspiel und Oper, die Zahl der Schau-lustigen nicht mehr fassen konnte. Das ganze Gebäude bil-dete ein längliches Viereck, 244 rhcin. Fuß lang, 115 Fußbreit, und in seinen Mauern 55 Fuß hoch. Die Faeadegegen Morgen, war mit einem 74 Fuß langen und 12 Fußvorstehenden Säulengang korinthischer Ordnung, und einemFrontispitz, geziert. Das Haus hatte, an allen vier Sei-ten zusammen, 12 Ausgangsthürcn und war rings herummit einem Trottoir umgeben. Das Dach, welches aus Bo-