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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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der Hamburgerstraße, während in Potsdam im I. 1788eine Ingenieur-Akademie errichtet, um ein Privatvercin, diemärkische ökonomische Gesellschaft, zur Aufnahme und Be-förderung des städtischen und ländlichen Gewerbes, vomKönige am 3. November des 1.1791 bestätiget wurde.In Berlin bildeten sich in den I. 1795 und 1796 zweilitterarische Gesellschaften, die eine von ihrem Versamm-lungstage die Mittwochs-Gesellschaft, die andere die Ge-sellschaft der Freunde der Humanität genannt, beide ausHerren und Damen bestehend; es wurden eigene Ab-handlungen aus dem Gebiete der Moral, der schönen Kün-ste, des Gcmeinnützlichen u. s. w. von den Verfassern vor-gelesen, auch bereits gedruckte Werke der berühmtesten Dich-ter, Trauer- und Schauspiele u. s. w. mit äsithctischen Be-merkungen begleitet, zur Bildung des Geschmacks vorgetragen.Hin und wieder fanden auch musikalische Abendunterhaltungcnstatt. Die erstere Gesellschaft lösete sich nach einigen Jah-ren auf, die andere, welche ihre Sitzungen des Sonnabendsim Hause der Freimaurerloge Royal-Uork hielt, existirtnoch, hat aber eine reinwissenschaftliche Tendenz genommen,und besteht gegenwärtig nur aus Männern, mit Aus-nahme der Feierlichkeit am Stiftungstage der Gesellschaft,wo auch Damen zugelassen werden.

Im I. 1796 stiftete ein hiesiger junger Apotheker mitNamen Möbius, die pharmaccutische Gesellschaft, derenZweck war, für die Ausbildung und Vervollkommnungjunger Pharmaceutikcr zu sorgen. Die Mitglieder aus denhier conditionirenden jungen Apothekern bestehend, versam-meln sich wöchentlich, um sich über Gegenstände ihrer Wis-senschaft zu besprechen und sich wechselseitig ihre Erfahrun-gen und was sie neues gelesen haben, mitzuthcilcn. Schonim I. 1792 war die pädagogische Gesellschaft entstanden,welche aus dem Direktor und den Lehrern des berlinisch-kölnischen Gymnasiums bestand, und sich jeden ersten Mon-tag im Monat versammelte. Die Mitglieder des mit demGymnasium verbundenen Seminariums für gelehrte Schu-