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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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eines als Theoretiker und ausübender Tonkünstlcr gleich ge-schickten Mannes, des Chordircktors Lehmann, wurden jähr-lich zwei bis dreimal in der Nikolaikirche Kirchenmusiken auf-geführt, wobei ein zahlreiches Orchester war, und gewöhn-lich königl. Sänger mitwirkten. Auch in andern Kirchenwurden bei feierlichen Gelegenheiten Kirchenmusiken gege-ben. Ein Institut ganz besonderer Art zur Kultur dergeistlichen Tonkunst war- die im I. 1799 als ein Privat-vcrein, vom Kamniermusikus Fasch, unter Mitwirkung desProf. Zelter gestiftete Sin g-Aka denne. Die Mitgliederbestehen aus Herren und Damen, damals schon mehr alshundert an der Zahl, und alle aus der gebildeten Klasse,die sich alle Dienstage, bloß aus Liebe zur Kunst, versam-meln, um Messen und Oratorien von älteren und neuerenMeistern, ohne alle Instrumentalbegleitung, mit Ausnahmeeines Flügels, einzustudieren und aufzuführen.

Die Akademie der Wissenschaften wurde unter ihremneuen Kurator, Grafen von Herzberg, mit deutschen Mit-gliedern, als Ramlcr, Meicrotto, Gedicke, Teller u. a. m.besetzt, und das fremde Jdion immer mehr aus den Sitzun-gen dieses gelehrten Vereins verbannt. Im 1.1789 wurdedas Haus in der Heiligengciststraße No. 4. zu einem klini-schen Institute, wo Kranke aufgenommen, verpflegt undkurirt wurden, und das späterhin bei dem fortschreitendenAusbau der Charite mit derselben vereiniget worden ist.Der König stiftete im I. 1799 die Thierarzncischule (aufdem Thicrarzneischulplatz No. 5); im I. 1791 die Artillc-ricakadcmie zum Unterricht der Freikorporale und der Offi-ziere des Artillerickorps, unter Direktion des Generals vonTempclhof, thcils im Gießhausc, theils in dem Haufe desgedachten Generals, unter den Linden No. 21; im 1.1796die chirurgische Pepiniere (das jetzige Friedrich-Wilhclms-Jnstitut), in einem Flügel der Artillcrickaserne am Weiden-damm, zur Bildung von Militairärztcn, unter Leitung desGeneral-Staabsarztcs Dr. Gocrcke; im I, 1797 das Lehr-institut des reitenden Jägcrkorps, in einem Privathaufe in