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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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Schmalz, eine geborne Berlinerin. Zu dem Dekorations-maler Verona kam noch Bnrnat, dessen Arbeiten sehr aus-geführt waren, und einen gefälligeren, graziösem Tanz führtedie Signora Vigano ein, die auf einige Zeit zu den italiä-nifchen Opernvorstellungcn engagirt wurde. Die Kamevals-lusibarkciten fanden gewöhnlich im Januar statt; Montagsund Freitags war Oper; Dienstags Redoute; Sonntagsund Donnerstags große Kour bei Hofe; Sonnabends As-semblccn bei den Prinzen, Ministem und Generalen, wo diekönigl. Familie auch gegenwärtig zu sein pflegte.

Ein Thcil der Stadt war noch mit Pallifaden umge-ben. Friedrich Wilhelm II. ließ die massive Stadtmauervom Unterbaum bis in die Gegend des Schönhanferthorsfortfetzen. Da entstand im I. 1789 das Oranienbur-gerthor, mit einem Obelisk verziert; das Hamburgerthoraus zwei Pyramiden, mit dem Namcnszug des Königs undKriegcs-Armaturen, bestehend; und das Rofenthalerthor mitmehreren militairifchen Zierrathen.

Am mittleren Fenster des königl. Marsialles unter denLinden, was zun. Lokal der Akademie gehörte, ward eineUhr von Möllinger angebracht, mit vier Weisem, wovondrei den gleichförmigen Gang der Uhr oder die mittlere Zeitnach Stunden, Minuten und Sekunden, der vierte blaueZeiger aber, die wahre Zeit, übereinstimmend mit jeder rich-tigen Sonnenuhr anzeigen sollte. Auf dem Hofe diesesMarstalles, von der Seite wo die Kavallerieställe sind wardim I. 1792 von Becherer eine steineme Reitbahn für dasRegiment Gensd'armes angeleget, welche wegen des 80 Fußbreiten Bohlendachs bemerklich ist. Der Flügel nach derUnivcrsitätsstraße, worin ehedem die aufgelöfete VignefchenHaute-Lisse-Tapetenmanufaktur befindlich, war, diente ab-wechselnd zur Montirungskammer, zur Aufbewahrung vonOperndekorationen, zu Wagenremisen und Pferdeställen.

Die Kirche der Dorotheenstadt erhielt einen ausgezeich-neten Schmuck durch das Monument des im 1.1787 ver-storbenen jungen Grafen von der Mark, auf Befehl des