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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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geistigen Unterhaltung, hatte ebenfalls schon Vicwcg, in derEpandaucrstraße, und drei oder vier andere Bücherantiqua-re bewogen Lcscbibliothckcn zu errichten, wo man, gegenBezahlung, Bücher zum Lesen, sowohl in deutscher, alsauch französischer und anderen Sprachen, bekommen konnte.Auch ließen einige Personen, gelehrte Zeitungen und Jour-nale, gegen monatliche Bezahlung, zirkuliren. Außer denzwei politischen und gelehrten Zeitungen, der Haude undSpenerschen und der Vossischcn, die des Dienstags, Don-nerstags und Sonnabends ausgegeben wurden, erschien täg-lich, außer Sonntags, seit dem I. 1727 ein Jntclligcnz-blatt, worin Anzeigen aller Art zur Wissenschaft des Pu-blikums gebracht werden konnten. Ein Franzose, Namensde Franchcville und späterhin ein anderer le Bauld de Nans,gaben wöchentlich eine tlsst-ne linei-stte 3k- l>>.rlck> heraus.Uebcrdics erschien alle Montage ein kritisches Blatt vomDr. Vüsching, betitelt: Nachrichten von neuen Landcharten,geographischen und anderen Büchern, und seit dem 1.1733den ersten Tag jedes Monats, ein Stück der von dem Dr.Biester redigirten berlinischen Monatsschrift. Von der all-gemeinen deutschen Bibliothek und den kritischen Schriften,die Nicolai noch früher herausgab, ist schon oben die Redegewesen i). Im I. 1772 trat der seines Amtes entsetzte,ehemaliger Hofprcdigcr zu Wusterhausen, K. Fr. Wegener,als Volkslehrer in seinem berlinischen Zuschauer und seinerberlinischen Zuschauerin, auf, und der verabschiedete Klevi-sche Krieges - und Domaincnrath Krantz, schrieb vom I.1781 mehrere Flug - und periodische Schriften, als dieChronik von Berlin, die Charlatanerien, die Galerie desTeufels, worin er seinen Witz mit einer solchen Ungebun-dcnhcit freien Lauf ließ, daß der König sich veranlaßt sah,das frühere Zcnsuredikt wieder in Erinnerung zu bringenund zu erneuern.

1) s. oben S. 352.

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