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die Kaie am Zeughausc durch die dort befindlichen schönenHauser No. 1 und 2, die der General von Lingcr im I.1752 anlegen ließ, gebildet. — Im I. 1747 beschloßFriedrich dl. die alte Domkirchc auf dem Schloßplätze ab»brechen, und auf dem durch Friedrich Wilhelm I. im I.1715 in einen Paradcplatz für die berlinische Garnisonverwandelten, Schloßlustgartcn die neue Schloß-Ober»Pfarr- und Domkirchc aufführen zu lassen, welche imI. 1756 eingeweiht ward. Sic ist 230 Fuß lang, und134 Fuß breit. Wie sie jetzt inwendig und auswendigdekorirt ist, wird später vorkommen. Damals erhielt dieHauptfa^ade zehn jonische Pfeiler, und das Por-tal sechs jonische Säulen auf einem Plinthe, und dreiThüren, zu welchen man auf einer freiliegenden Treppesteigt, so wie an den andern Seiten, deren jede eine Thürehat. Das Dach ward von einem Brustgcländer, mit Va-sen verziert, umgeben, lieber dem Hauptportalc sah maneine Attika mit Figuren von Karl Glume. lieber der At-tila erhob sich der Thurm, dessen Kuppel von einer korin-thischen Vogcnstellung getragen ward. Inwendig war dieKirche ganz von korinthischer Ordnung. Die Gewölbe un-ter der Kirche dienen zum königlichen Erbbegräbnisse. DieSärge der markgräflichcn, kurfürstlichen und königlichen Lei-chen, die sich in dem Erbbegräbnisse unter dem alten Dom,von Joachims II. Zeiten an, befanden, wurden nach derneuen Gruft gebracht, so wie die Monumente Johann Ci-cero s und Joachims I-, und die Särge des großen Kur-fürsien und des Königs Friedrichs I. i) und ihrer Gemah-linnen in der Kirche selbst aufgestellt 2). In Köln ließ
t) Die irdischen Ueberrestc Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs II.ruhen in der Garnisonkirche zu Potsdam in einer Grust unter derKanzel, die des letzteren Königs in einem zinnernen, die seines Va-ters in einem Sarge von schwarzen kararischen Marmor.
2) Zwischen der damaligen Börse, sonst einem Lusthause nebstGrotte, und der Hofapotheke wollte der große Kurfürst ein Biblio-