245
dic eine Attika tragen, das nachher durch einen schmalenHof mit dem alten Posihause No. 1 in der Posisiraßc ver-bunden wurde und das neue Posthaus hieß, jetzt einPrivathaus. In der Klosicrsiraße No. 08 sieht man dasschöne Hans was de Boodt vom I. 170 l bis 1704 fürden Hofrath Radcmachcr baucte, wobei ihm der Konduk-teur Horneburg und ganz besonders sein Freund, der nach-her als sächsischer Hofbaumcister rühmlichst bekannt gewor-dene Lougelünc, bchülflich gewesen sind. Auch soll sowohldas Haus auf dem Molkenmarkt No. 3, was damals demStaats-Minister Otto von Schwerin gehörte (jetzt dasHaus der allgemeinen Wittwcnvcrpflegungs-Ansialt) als dasHaus in der Stralaucrstraße No. 33 nach de Boodts An-gabe unter Friedrich I. ihre gegenwärtige Gestalt bekom-men haben. Berlin gewann ebenfalls eine wichtige Ver-besserung durch die Erhöhung der Burgstraße, welche schonim I. 1008 geschah, und die kostbare Schälung des Stromsmit Werkstücken, welche im I. 1700 zu Stande gebrachtwurde. In Köln wurde die Fischerbrückc und die Gegendan derselben schon vor dem I. 1710 angebauct, und am27. Mai dieses Jahres, bei Gelegenheit der unten nähererwähnten Vereinigung sämmtlichcr Rathskollcgicn derGrundstein zu dem neuen kölnischen Rathhause, welchesstatt des alten abgebrochenen zu einem allgemeinen Rath-hause für alle Städte, nach Grimbergs Rissen, drei Ge-schoßc hoch, mit einem Thurm von der Seite der breitenStraße, und einer steinernen Freitreppe, da wo jetzt dasLokal für dic Wache ist, gcbauct werden sollte. Nach demTode Königs Friedrichs I- blieb aber der Bau liegen, weilsein Nachfolger befahl, daß die Rathsversammlungcn indem berlinischen Rathhause bleiben sollten und das kölni-sche Rathhaus eine andere Bestimmung bekam. Auch dieSpandaucrvorstadt ward bedeutend erweitert. Der Gartenvon Monbijou und der Theil des dazu gehörigen Vorwerks,jenseits der Spree, kam an dic Kurfürsiin und nachmaligeKönigin Sophie Charlotte, die, mit Genehmigung ihres