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bis zum Operugraben , laufende französische Straßedeutete durch ihre Benennung darauf, daß sie ursprünglichbeinahe von lauter französischen Flüchtlingen bewohnt wor-den war i). Den Eigcnthüniern der Häuser an der lin-ken Seite der Lindenallee auf der Dorothecnstadt wurde imI. 1712 die wichtige Vergünstigung zu Theil, daß der Kö-nig den Wall, welcher der Dorothecnstadt von der Fric-drichssiadt schied, abtragen ließ, und der dadurch gewon-nene Boden wurde ihnen gegen einen Grundzins überlasten.Der Thiergarten ging damals von der friedrichsstädtischcnSeite bis über den jetzigen Wilhelmsplatz und hinter derMauerstraße bis in die Bchrcnstraße, und -von der Seiteder Neustadt bis disscits der großen Artillerie- und Inge-nieurschule unter den Linden. Der Graben, der den Thier-garten von der Dorothecnstadt und Fricdrichsstadt trennte,ging den Wall entlang der die letztere Stadt von den Lin-den schied, und hatte eine Brücke welche zur Stadt hinaus-führte, da wo jetzt in der Friedrichssiraße das PrivathausNo. 160 steht, daher dieser Theil der Straße, mit einemWachthause, lange an derPotsdam m crbr ü ck c hieß. —Den Fricdrichswcrdcr zierte nicht nur das prächtige Zeug-haus, welches im I. 1706 vollendet wurde, sondern derMünzkanal ward schon im I. 1701 zur Bequemlichkeit derMünze von Schlüter angelegt, so wie seit dem I. 1706der Platz am wcrdcrschcn Markte mit schönen Häusern um-geben wurde. Im nämlichen Jahre 1701 bauctc Schlüterfür den damaligen ersten Minister, Grafen von Wartenberg,das Hotel No. 7 in der Burgstraße drei Geschoß hoch, miteinem Portal worüber ein Balkon, und jorischcn Mastern,
1) Eine Tradition sagt uns, die dort wohnenden Franzosen wä-ren beinahe alle Handwerker gewesen; des Sommers arbeiteten sie beioffenen Fenstern und sangen zur Aufmunterung bei der Arbeit geist-liche Lieder. Einer stimmte einen Psalm an, der Nachbar schloß sichmit dem Gesänge an ihn an, und so ging es von Haus zu Haus,bis die ganze Straße vom nämlichen geistlichen Liedc ertönte.