214
Qucllinus, als Bildhauer; Gottfried Bartsch, aus Schweid-nitz, Johann Hainzclmann, aus Augsburg, Albrecht Christ.Kalle, einen gcborncnBcrlincr, und Joh.Fried.Leonhard, alsKupferstecher; Philipp von Chiefa, Mathias Dogen, Rüt-gcr van Langcrvcld, Joh. George MemNihardt, M. M.Schinids, Joh. Arn. Ncring, Blcfendorf, Keil, Lor. Ryck-warts, als Baumeister. Außerdem sind noch zu be-merken, der verdiente Eifcnfchncidcr Gottfr. Leygcbe, ein gc-borner Schlesicr, der aus Nürnberg nach Berlin kam, unddie Statue des großen Kurfürsten, als Vcllerophon zuPferde, aus einem Klumpen Eisen schnitt, die noch jetzt aufder Königl. Kunsikammer zu Berlin gezeigt wird; der Bau-,Mühlen- und Schleufcnmeistcr Hayc Steffens; sonst auchVibrand Gcrritfcn, aus Saardam, der die Schleuse aufdem Werder im 1.1b5Z neu machte und die dortige Schnei-demühle verbesserte; der Hofgoldfchmidt Daniel Männlich;der Medailleur Joh. Beim. Schulze; der Münzmcistcr Hein-rich Sicwcrts i).
Eben so erfreute sich die Tonkunst des großen Kurfür-sien Unterstützung; er bestätigte die von feinem Vater er-richtete Kapelle, bestimmte sie, außer der Kammermusik, zu-gleich zur Erhöhung der kirchlichen Musik, daher er auchdiese Kapelle durch Zuziehung verschiedener geschickter Mu-siker, besonders Engländer, Johann Stanley, Walter Rowe,Wilhelm Carwy, vermehrte, und dem Hans Friedrich Hel-wig und andern feiner Kapcllistcn Geld gab, daß sie nachEngland, Frankreich, Italien reifen konnten, um ihr Talentauszubilden.
Daß Friedrich Wilhelm eine von feinen Vorfahren ge-gründete Büchcrfammlung vorfand, läßt sich kaum bezwei-feln, da unter feinen nächsten Vorgängern sich Fürsten fan-den, welche eine gelehrte Bildung sich anzueignen gesuchtharten, wie Johann Cicero und die beiden Joachim; und
k) Nicolai, Anhang zur Beschreibung von Berlin, S,-w u. ff.