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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Im 1.1661 ward dir ganz verfallene lange Brücke aufKosten des Kurfürsten und der Bürgerschaft, jedoch nurvon Holz neu gcbauct. Das hohe Haus in der Kloster-straße, damals der alte Hof genannt, unter Friedrich 11.von Hohenzollcrn als Burglchn dem Georg von Walden-fels verliehen, gehörte im 16. Jahrhundert dem HenningReiche oder Nhkc, aus einem in der älteren BerlinischenGeschichte sehr bekannten Geschlcchtc, nachher fiel es anden Kurfürsten zurück, der es nach und nach verschiedenenPersonen zur Wohnung eingab. Unter Kurfürst FriedrichWilhelm war es eine Zeitlang die Wohnung des Gouver-neurs von Berlin. Stehende Truppen, ungefähr 28669Mann an der Zahl, hatte der Kurfürst schon feit 1669 zuorganisiren begonnen, und wie hätte er bei den vielen Krie-gen worin er verwickelt war, ohne sie immer schlagfertigsein können. Die Berlinische Garnison hielt ihren Gottes-dienst in der Heil. Gcistkirchc. Die Besatzung von Berlinbestand damals nur aus vier Compagnien, für welche aufdem Molkenmarkte ein Wachthaus erbauet wurde, welcheshier lange Zeit gestanden hat. Daher scheint auch derGalgen für Militär-Verbrecher dort errichtet worden zusein, im I. 1656 ward er aber vom Molkcnmarkt weg undauf dem ucucn Markt gebracht, wo man noch heute dieTrümmern desselben sieht. Der Rabcnstcin oder eigentlicheRichtplatz war in der großen Frankfurtcrstraße. Die Scharf-richtern, die in der ehemaligen Büttclgassc sich befand, unddie Abdeckerei auf dem sogenannten Krögel, wollte der Kur-fürst im I. 1678 vor die Stadt gebracht wissen, aber derRath zu Berlin fetzte sich dawider. Obgleich der Fürstgern die Rechte des Magistrats und der Bürgerfchaft un-gekränkt ließ, so war jedoch diese Anordnung so wohlthätigfür die Einwohner, daß, trotz der Widersetzlichkeit der Kom-munal-Behörde, die Abdeckerei wenigstens aus einer derbewohntesten Gegenden der Stadt entfernt wurde, aber im-mer noch und bis zum I. 1724 blieb die Scharfrichtcrci inder Heidcreutcrgasse. Um die Straßen soviel als möglich

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