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griff der schwedischen Armee die Gcorgcnvorstadt, und dasWenige was von der Spandauervorsiadt existirte, abbre-chen, und bald nachher die drei kölnischen Vorstädte inBrand stecken. Traurig war der Zustand der Mark; ganzeDorfschaften standen verödet da; die meisten Städte, Bran-denburg, Barwalde in der Neumark u. s. w. waren ent-völkert. Man rechnete 815 Häuser in Berlin und 361 inKöln; davon waren in crstcrer Stadt Ml), in der andern156 leer und zum Thcil verfallen. Die Bevölkerung beiderStädte hatte sich von 11,666 Seelen im I. 1668 und12,666 Menschen im I. 1619, als Johann Sigismundstarb, bis zu 8166 im I. 1631, und bei dem Tode GeorgWilhelms im I. 1616 sogar bis zu einer Zahl von 6666Einwohner vermindert. Das Schloß war in den armselig-sten Umständen und gänzlich zerstört. Der Lustgarten botnur das Bild eines, verwilderten Busches dar; der Thier-garten war vernachlässiget und verwachsen; die lange Brückeschon im 1.1638 bis zum I. 1661, wo sie wieder gebauetwurde, so baufällig, daß sie zu Wagen gar nicht mehrpassirt werden konnte; auch die Hundebrücke, (jetzige Schloß-brücke) war zum Theil durch das Anstoßen der Schiffe andie Pfähle äußerst wandelbar geworden ^). Von Hostetenzur Erheiterung der Residenz konnte in diesen betrübtenZeiten nicht die Rede sein, und Georg Wilhelm hatte gleichzum Anfange seiner Regierung die Komödianten, Kunstrei-ter, Seiltänzer u. s. w., welche sein Vater in seine Dienstegenommen, verabschiedet, und wenn im I. 1622—25 Las-scnius, ein berühmter Schauspieler aus der Treuischcn Ge-sellschaft, einigemal die Erlaubniß erhielt, durch das Spielseiner Lust- und Freudcnspielcr die Bewohner Berlins zuerheitern, so scheint es größtentheils in der Abwesenheitdes Kurfürsten geschehen zu sein, und die Berliner warenbeinahe ausschließlich auf die Gelage im Innern der Häu-
1) Nicolai, Einl. S. XXXIX u. folg.