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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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am Ende des löten Jahrhunderts, an der Spree, ein kur-fürstlicher Garten, gegenwärtig Monbijou; auch hatte derBürgermeister Rctzlow einen Garten und eine Meierei inder großen Hamburgerstraße; das übrige war Ackerlandnebst den Hütten für die Besitzer desselben. Vor demStralaucrthor, am Ende der Stralauerstraßc, war nochgar nichts vorhanden. Die kölnischen Vorstädte, aus dreiThcilcn bestehend, der Köpnickervorstadt, Gertraudtcnvor-stadt und dem Werder, waren viel stärker angebauet alsdie berlinischen, besonders die Gertraudtcnvorsiadt, welchevon der Köpnickervorstadt durch einen sumpfigen Arm derSpree getrennt wurde. Der Thiergarten erstreckte sichnoch weit über die jetzige Fricdrichstadt und einen Theilder Dorothccnstadt bis in die Gegend des Zeughauses;er war mit einem Zaune vermacht, um das Wild darinzu hegen, und wurde zur Jagd gebraucht. Auch die übri-gen benachbarten Waldungen waren reich an Wildprct unddaher einladend zu den Jagdbclusiigungen, welche der Hofliebte. Die Feldmark zeigte dagegen den Fleiß der Bürger,welche Ackerbau, Viehzucht und zum Theil auch Weinbau trie-ben. Es wird besonders in dieser Zeit häufig der kölnischenWeinberge gedacht, durch welche die Straßen nach Dresdenund dem Kloster Lehnin führten, aber auch die Stadt Ber-lin hatte ebenfalls schon damals bedeutenden Weinbau, wiesolches aus der im 1.1572 zu Frankfurt an der Oder ge-druckten Beschreibung der Mark von Wolfgang Jobst zuersehen ist. Das Innere der Stadt verkündigte dem Be-schauer ebenfalls die Hauptgcwcrbe der Bürger. Die be-deutenden unter ihnen verschafften sich zwar einen geräumi-gen Hof zur Bequemlichkeit ihrer Wirthschaft und Aufbe-wahrung alles dessen, was der Ackerbau und die Viehzuchtmit sich brachten; aber der kleinere Bürger fand es nicht 'unanständig, den Unrath seines Viehstandes vor seinemHause auf der Straße anzuhäufen i).

1) Wllken, 1820. S. 107 u. folg.