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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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Berlin, seit dem I. 1319 mit dem Rechte Münzen zuschlagen belehnt, hatte im 1.1380 einen eigenen Münzmei-ster, aus einer der angesehensten markischen Familien, Ottode Bucck (Otto von Buch) i).

Ein sehr merkwürdiges Dmkmal für das Verhältnis, inwelchem damals beide Städte gegen einander standen, cht dieVerordnung ihres gemeinschaftlichen Raths gegen die Scha-deköpe oder den Vorkauf, vom 1.1367; denn man sieht da-raus, wie sorgfältig Berlin und Köln sich, ungeachtet ihresgemeinschaftlichen Raths, gesondert hielten. Es wird näm-lich verordnet, daß diejenigen Einwohner oder Fremden, wel-che sich des Vorkaufts oder der Aufkäufern schuldig mach-ten, nicht in dem Rathhause an der langen Brücke, sondernauf der Brücke selbst, also auf der Grenze beider Städte,gerichtet werden und ihr Vergehen mit zehn Mark Silbersund der Verweisung aus der Stadt auf Jahr und Tag büßensollten. Die Geldbuße wurde an die Rathmänncr derjenigenStadt, in welcher das Vergehen begangen worden, und nichtan den gemeinschaftlichen Rath gezahlt 2).

Mit Mauern und Graben umgeben, und, gleich den übri-gen bedeutenden märkischen und anderen Städten des Mittel-alters, mit einer krieggcübtcn, zur Vcrtheidigung des eigenenHeerdes, auch wohl zur Eroberung und Zerstörung feindlicherBurgen, wehrhaften Bürgerschaft versehen, konnten Berlinund Köln, sowohl den Angriffen der einzelnen mächtigen

1) Küster, Th. IV. S. 138. König, Th. 1. S. 36. Dienltesten Münzen, die ig der Mark geprägt wurden, hießen Bractea-ten, Blech- oder Hohlpfennige, bestehend aus Silber, wovon 16 einLoth wogen. Weil diese Münzen hohl waren, und leicht zerbrachen,so schlug man Denarien oder Pfennige, die man nach Pfunden be-rechnete, und Finkcnangen, wovon 36 einen Gulden ausmachten. Zudiesen Münzgattungen kamen unter den baierischcn Fürsten die Scher-pfennige, wovon 2 einen Pfennig, und die prager Groschen, wo-von 64 eine Mark enthielten, s Möhsen, Geschichte der Wissen-schaften u. s. w. S. 232 ». ff.

2) Küster, Th. IV. S. l89190. Wilken, 1820. S. 62-64.

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