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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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nach Waldemars Tode crbaueten Schlösser, wodurch dieFreiheit der Bürger gefährdet werden könnte, zerstört wer-den sollten i); im 1.1348 gab der sogenannte falsche Wal-demar in dem to olden Berlyn und tue Colne er-thcllken, und von den ihn unterstützenden Herzog vonSachsen und Grafen Albrccht von Anhalt 2) mit-vollzoge-nen Bestätigungsbriefe den Bürgern die Versicherung, daßohne der beiden Städte Einwilligung keine neue Beste er-bauet werden dürste, und es den Städten sogar freistehe,falls ihnen das Vorgeschriebene nicht gehalten würde, Hülfebei anderen Herren zu suchen, so wie, daß bei bedeutendenEvessen der Hofdiencr, letztere nach den Stadtrechten ge-richtet werden sollten. Im I. 1373 wurden vom KaiserKarl IV., aus dem Luxemburgischen Hause; im nämlichenJahr von dessen Sohn, dem böhmischen König Wenzel; im1.1378 von Sigismund, Wenzels Bruder; im I. 1399 vonJobst, dem Pfandinhaber der Mark; endlich im I. 1415von Friedrich von Hohenzollern ähnliche Freiheitsbriefeerthcilt 2).

Wir haben oben bemerkt 4), daß, obgleich die Bei-sitzer des berlinischen und kölnischen Schöppenstuhls vonden Bürgern gewählt wurden, der Vorsteher derselben einmarkgräfiicher Beamter war. Aber im I. 1391 kauftendie Rathmänncr das Schulthcißenamt zu Berlin und Kölnvon dem Tyle Brücke, dessen Vater es im I. 1345 vomMarkgrafen Ludwig 1., aus dem baicrischen Hause, zuLehn erhalten hatte. Dieser Kauf wurde von dem damalsregierenden Markgrafen Jobst durch eine, zu Prag ausge-stellte, Urkunde bestätigt,angesehen der Dienste und Treue,welche die Rathmannen und Bürger von Berlin oft willig-

1) Küster, Th. IV. S. 151 u. ff.

2) Küster, Th. IV. S. 150.

3) Küster, Th. IV. S. 152 u. ff.1) s. S. 53.