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lauervorstadt, ganz neu erbauet worden, so daß von ihrerehemaligen Gestalt nichts mehr vorhanden ist.
Das älteste Dokument über Hospital und Kirchezum heiligen Geist ist der Schenkmigsbricf vom I.1313 auf Pergament i» Mönchsschrift, in welchem derRitter Bernhard Grevclhout dem Hospital, dem Predigerund Rector, Arnold genannt, vier Hufen Landes, zu Wci-ßcnfcc gelegen, zu dem Ende vermachte, daß man viertel-jährig seiner gedenken, und für ihn und feine Verwandtebeten und Messe lesen sollte ^). Im I. 1319 verkaufteMackgraf Waldemar dem Hospital das Vorwerk Hinrichs-storp (Hcinrichsdorf) mit allen Rechten, Nutzungen undVorthcilen für 139 Mark Braudenburgischer Währung 2).
Das Spitalgcbäude ist im 1.1828 niedergerissen, undvergrößert wieder aufgebauet worden, aber die kleine Heili-gen-Gcisikirchc, in älterer Zeit auch Hciligc-Gcist-Kapellegenaunnt ^), steht noch unversehrt und wenig verändert seitihrer Erbauung da. Nur der Thurm wurde im I. 1476neu gcb.auet, und im I. 1729, nachdem er durch die Ex-plosion eines nahe dabei stehenden Pulverthurms sehr ge-litten hatte, gänzlich abgetragen, das niedere Kirchlein, ausBacksteinen erbauet, und ein längliches Viereck bildend, istder Zerstörung entgangen; an der Hauptfcite hat die Mauereinen etwa vier Fuß hohen Grund von größrentheils treff-lich bchauenem, und in den oberen Lagen schräg ablaufendgeformtem Granit; über demselben erheben sich drei inSpitzbogen geschweifte, innerhalb durch einiges Blätterwcrkgeschmückte Fenster mit Pfosten von gebranntem Stein,und darüber steigt der Giebel empor, der wiederum eineartige Flächrnverzierung zeigt. Die drei anderen Seiten,
1) Dc>S Dokument befindet sich bei Küster, Tb. II. S.bb'2. DasHospital beißt darin: ckonrrui Lanetr ZpnriMs rnlr-i rnnros, zum Ge-gensatz von ckonru« 8t. dec>r»il extra rrnrras.
2) Oer Schenkungsbrief ist bei Küster, TH.Il. S.bbZ abgedruckt.
3) C. Seidel, die schönen Künste in Berlin. 1828. S. t>—8.