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Zwischen den Strebepfeilern erheben an den Seiten sich ge-fallig die hohen Fenster, deren gerundete Pfosten aus eigcndsdazu gebrannten Ziegelsteinen bestehen, welche, besonders imhohen Chore, nach oben zu in Kleeblättern und andernzierlichen Formen auslaufen. Die westliche Hauptansichtzeigt, mit einem Walmdachc schließend, eine in verschiede-nen Absätzen aufstrebende Gicbclmaucr, durch kantig auf-gesetzte oder auch hervorragende Ziegel in mannigfach ge-kreuzten Linien geschmückt. Der Hauptcingang ist, in schöngeschweiften Spitzbogen, abwechselnd mit ganz rundem undetwas kantig abgesetzten, Stabwcrk geziert. Der Dr. Sei-del, dem wir diese aus seinem kenntnißrcichen Aufsatze überdie schonen Künste in Berlin entnommene Beschreibung derKlosterkirche in Rücksicht ihrer Bauart im Innern undAeußcrn verdanken, bemerkt mit Recht i), daß wenn derletzt gedachte Hauptcingang, so wie die Kirche überhaupt,gehörig gesehen werden sollten, so müßte die durch Längeder Zeit zu sehr angehäufte Erde des Kirchplatzes zunächstgegen 2 Fuß abgegraben, ferner der wenige und schlechteBaumwuchs hier ganz fortgeschafft, und vielleicht statt derziemlich hohen Mauer an der Straße ein im entsprechendenGeschmack ausgeführtes Gitter von Gußeisen aufgerichtetwerden. Das Gebäude könnte schließlich noch ein kleiner,mit einem spitzen Helme versehener hölzerner Thurm zieren,etwa nach der Form der Kirche in Schulpforte. Das Innereder Klosterkirche ließe sich noch leichter zweckmäßig erneuern,indem zufördcrst die vielen halb oder ganz vermauertenFenster, so weit als irgend thunlich, wieder geöffnet, diewenig geregelten Sitze und Emporkirchcn besser angelegt,und die zahlreichen, zum Theil recht interessanten altenDenkmäler mit gehöriger Umsicht rings umher vertheilt,und so das früheste Bauwerk Berlins in seiner schönenAltcrthümlichkcit wieder hergestellt würde 2).
1) C. Seidel, die schönen Künste in Berlin. 1828. S. 5.
2) C. Seidel, die schönen Künste in Berlin. 1823. S. 3 u. s. f.