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dic durchgängige Gleichheit des Baumaterials. Die treffeliehen großen Ziegel, aus denen die Kirche ganz und garerbauet ist, sind überall dieselben, sowohl an dem Haupt-gebäude selbst, als auch an dem noch vorhandenen Ge-mäuer des, mit Ausnahme des Konvcntsaales, beinahe ganz,oder wenigstens größtentheils, gleichzeitig aufgeführten Klo-sters, und beweisen, daß diese charaktcrischcn Ueberbleibsclder Architektur des Mittelalters in ihrer ursprünglichen Ge-stalt zu uns gekommen sind. Die Kirche zum grauenKloster, deren Verhältnisse schon oben angegeben worden,besieht innerlich aus einem Hauptschiffe und zweien kürze-ren, ungleich niedrigeren Abseiten. Ein sehr starkes ein-faches Kreuzgewölbe von niederen Spitzbogen, deren Styldurchweg herrschend ist, bildet die Decke. Die Gurten ste-hen auf einer einzigen schmalen halben Wandsäule, dic einKopfgcsims hat, welches theils abgekanntct, thcils mitBlättcrwerk artig verziert ist; im eigentlichen Hauptschiffegehen dieselben bis zum Fußboden hinab, im hohen Choraber reichen diese scheinbaren Träger nur bis etwa über dicHälfte der Seitcnwand, und ruhen hier auf Kragsteinen,welche zum Thcil einen Pelikan darstellen, bekanntlich einaltes Sinnbild des für dic Erlösung der Menschen sich hin-gebenden Heilands. Der Schluß des hohen Chors machtwegen seiner sehr schmalen, äußerlich durch mächtige Stre-bepfeiler unterstützten Fenstcrwände vom zierlichsten Bau einevorzüglich gute Wirkung, und ist für die Kenner altdeut-scher Baukunst noch besonders merkwürdig: derselbe wirdnämlich, nicht häufig vorkommend, gebildet durch siebenSeiten eines Zehnecks, welches, breiter als das Hauptschiff,zu beiden Seiten über dasselbe hervortritt, und in solcherWeise die gerade Linie der äußern Seitenansicht der Kircheunterbricht. — Das Aeußcre der Kirche ist übrigens ein-fach, würde aber nach Wegrcissung der beiden hölzernenThürmc und eines anderen das Gebäude verunstaltendenspäteren Ausbaues, wahrscheinlich aus der im 1.1719 vor-genommenen Renovation herstammend, sich gut ausnehmen.