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maligcn Kapitelsaal, das Refektorium, den Kor.'oentsaal imI. 1822 zur zweckmäßigeren Einrichtung der Klassen undzu -Wohnungen geschenkt hat, finden sich noch einige Spu-ren des alten Baues, jedoch aus einer etwas späteren Zeit.DaS eine Gebäude, von 1471 —1474 entstanden, enthieltunten das Refectorium, und oben den Kapitelsaal ober denRaum zu den Provinzial - Versammlungen des Ordens.Vier Säulen tragen das Gewölbe; jede Säule hat vierInschriften, die eine oben, die andere unten, und aus die-sen Inschriften erfahren wir eben, daß der Bau im 1.1471angefangen, und im I. 1474 vollendet wurde, fo daß der-selbe in die Regierung des Kurfürsten Albrccht Achilles fallt,welcher von 1470 bis 1486 regierte i). Der Kapitelfaalwird gegenwärtig zur Singeklasse des Gymnasiums benutzt.Anderthalb Menfchenaltcr später begannen die Mönche denBau des ebenfalls dem berlinischen Gymnasium eingeräum-ten Konventfaals, und zwar der darin noch vorhandenenSteinschrift zufolge, im 1.1516 2). Das Erdgeschoß ist bei
1) Das graue Kloster. 1824. S. 49 u. folg.
2) Das graue Kloster. 1823. (?. 50 und 1824. S. 46. DieseInschrift aus einem harten Steine, sehr sauber gearbeitet und wohlerhalten, befindet sich in der Wand nahe an der Decke eingemauertund lautet also:
^,nno salutäs nostra« juvante cken facta sunt
knnckamonta ckoinns ütius, optinns bgrickibus, se^ncnti, anno 5u^>er-aockillcati sunt nniri, tertio vero anno oonsnnnnaki, das beißt im
Jahre unferS Heils 1516 ist mit Gottes Hülse der Grund diesesHauses aus sehr guten Steinen gelegt, im folgenden Jahre sind dieMauern darüber gcbauet, im dritten Jahre aber vollendet worden.
Da das Kloster eben so wenig bis zum I. 1516 ohne Konventoder Versammlungsort zum Spazierengehen, als bis zum I. 1471ohne Kapitelsaal gewesen sein wird, da nach den Annalen des Klo-sters (daS graue Kloster, 1823. S. 52.) in den I. 1339, 1357, 13621369, 1373, 1418 große Provinzial - Kapitel hier abgehalten wordensind, so müssen vorher zu de» beiden obgedachten Zwecken andereRäume in den Klostergebäuden bestimmt gewesen sein. — Die ein-gelegten Querbalken in dem Gebäude des Konventsaales lassen ver-mutyen, daß Thurneisser hier seine Drucke, pressen gehabt bat.