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andere Urkunden. Es musi also die Jahreszahl in dem ob-gedachten Briefe verfälscht, undeutlich geschrieben und da-durch falsch gelesen i), oder sonst ein Jrrthum von Seitendes Verfassers des Auszugs, oder des nachlassigen Abschrei-bers vorgefallen sein. Was die obcrwähntc Inschrift an derKirchmaucr betrifft, so bemerkt der Prof. Schmidt, daß dieJahreszahl 1223 oben zuerst und über den Worten: rcnovirt:steht, und sie also eher das Stiftungs-als das Erncucrungs-jahr 2) anzeigt. Dies stimmt mit einer handschriftlichen, seitJahrhunderten in den Händen der Küster als eine Art Jnven-
1) Schmidt meint, statt anno inillosirno ckuoenveüiino 8ecun3o(1202) habe gewiß ursprünglich gestanden, und in dem Auszuge oderbesten Abschrist stehen sollen: anno mnllezlrno c;ningenIeiuno so-cnnclo (1502).
2) Man hat vor Kurzem den später aufgetragenen Putz an derinneren Kirchmauer abgerieben, und es wurde eine doppelte Schriftgefunden, erstlich in römischen Buchstaben von 7^ Zoll Länge, rcno-virt 1613 und wieder re- DaS Uebrige war verwischt. Oberhalbaber fand man:
1223rcnovirt./Vnnn 1613^nno 1617Inno 1715.
Hieraus folgt, daß im Jahr 1223 das kirchliche Gebäude nicht rcno-virt, sondern wahrscheinlich gegründet wurde; ferner deuten die Jahre1613, 1617 und 1715 nur die feit Einführung der Reformation ge-machten Hauptreparaturcn an; sollten sie alle angezeigt werden, unddas Jahr 1223 auch eine Erneuerung der Kirche andeuten, so müßtennoch zwischen 1223 und 1613 viele Zahlen vorkommen, was nicht derFall ist. Gegenwärtig sind rechts neben der Orgel die Zahlen alsogestellt:
1223Ueno. 16131617171518 ll1817