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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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nung, Albrecht I. habe Berlin gefristet oder ausgebauct,sei nichts als eine willkührliche Muthmaßung, welche ver-geblich ihre Begründnng in der zufälligen Achnlichkcit desNamens Berlin mit dem Beinamen des Markgrafen ge-sucht hat. Wenn man erwägt, sagt er, wie anhaltendund heftig von Albrccht I. und selbst von seinen nächstenNachfolgern wider die Wenden zwischen Elbe und Spreegestritten wurde, so wird man sich nicht geneigt fühlen, an-zunehmen, er habe eine Stadt bauen und bevölkern wollen,in einem Lande, dessen er so wenig Herr war. Es ge-lang zwar diesem Fürsten, mehrere glänzende Siege überdie Slavcn zu erringen, weßhalb er von Kaiser Konrad III.im I. 1142 die Würde eines erblichen Markgrafen vonBrandenburg erhielt und solche bis zu seinem Tode im I.1170 bekleidete. Jndcß um sich zu überzeugen, daß ernichts weniger als im ruhigen Besitz der Marken war, sosehe man, wie unsicher selbst die Eroberung der alten fla-nschen Beste Brennibor oder Brandenburg für ihn gewesenist, wie oft diese Stadt wieder an die Wenden verlorenwurde, mit welcher Aufmerksamkeit die in den brandcnbur-gischcn Ländern noch übrig gebliebenen Slaven jede Gele-genheit benutzt haben, wo die Person oder die streitbarenKräfte Albrcchts sich auf einem andern Punkt befanden, umLuft zu gewinnen und sich wieder frei zu machen, z. B.bei seiner Wallfahrt am heiligen Grabe im I. 1158; sei-nem Zuge gegen die Wenden in Mecklenburg und Pommernmit dem Herzog der Sachsen, Heinrich dem Löwen unddem König Waldemar von Danncmark im I. 1163; sei-nem Krieg gegen denselben Heinrich den Löwen von 1165bis 1168, und nicht allein Albrecht I. ^), sondern auchsein Sohn Otto I. (11701184), seine Enkel Otto II.

1) Hätte er Berlin gegründet und dieser Stadt den Namen ge-geben, würde er auch wohl dort beerdiget worden sein; er liegt aberim Dom zu Brandenburg, vor dem S. Augustinus Altar, mit seinenGemahlinnen Sophia und Adelheit.